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Bahn : Bahnhöfe sollen weitgehend rauchfrei werden

  • Aktualisiert am

Neu auf vielen Bahnhöfen: Rauchverbot Bild: dpa

Die Deutsche Bahn will Reinigungskosten sparen. Deshalb verbietet sie auf 54 Bahnhöfen das Rauchen in fast allen Bereichen.

          1 Min.

          Auf 54 großen deutschen Bahnhöfen von Augsburg bis Zittau ist das Rauchen seit Donnerstag weitgehend verboten. Züge am Glimmstängel sind nur noch in dafür ausgewiesenen Zonen erlaubt. Bis Jahresende sollen noch neun weitere Stationen hinzu kommen.

          Die Ausstattung mit Schildern und Aschenbechern in den Raucherzonen kostet für die nun vorgesehenen 63 Stationen fünf Millionen Euro. Im Gegenzug will die Bahn jährliche Reinigungskosten in Millionenhöhe sparen.

          Service-Mitarbeiter weisen auf Verbot hin..

          Die Bahn hatte die Aktion nach einem erfolgreichen Pilotprojekt am Bonner Hauptbahnhof vergangene Woche am Hauptbahnhof Frankfurt/Main gestartet. Service-Mitarbeiter und Schilder sollen Raucher auf das Verbot aufmerksam machen. Vor allem die aufwändige Reinigung der Gleisbetten, auf die die meisten Raucher ihre Kippen schnippen, soll weniger werden. Die Bahn gibt für die Reinigung ihrer 5.800 Bahnhöfe bundesweit 100 Millionen Euro jährlich aus, allein am Frankfurter Hauptbahnhof sind es zwei Millionen Euro.

          ...bevor sie zur Kasse bitten

          Wer sich der Regelung hartnäckig widersetzt und auch freundlichen Aufforderungen nicht nach kommt, muss einen „Beitrag für erhöhten Reinigungsaufwand“ von 20 Euro bezahlen. Erlaubt ist das Rauchen neben den ausgewiesenen Bereichen weiterhin in der DB-Lounge und den gastronomischen Zonen. In Tiefbahnhöfen herrscht dagegen aus Sicherheitsgründen ein generelles Rauchverbot.

          Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterstützt die Aktion „Rauchfreier Bahnhof“. Die Bundeszentrale verteilte kleine Falt-Aschenbecher mit der Aufschrift „Das hier sollte ihre Letzte sein“ an Reisende.

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