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Unwetter in Baden-Württemberg : Aufräumen und Hilfszusagen nach „Elvira“

Anpacken und aufräumen: Es geht weiter nach Sturm „Elivra“. Bild: dpa

Der Sturm „Elvira“ hat in Süddeutschland zu starken Verwüstungen geführt. Besonders betroffen waren Teile Baden-Württembergs. Die Landesregierung hat Betroffenen nun Hilfe zugesichert.

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          Die baden-württembergische Landesregierung will allen Bürgern, die durch das Unwetter am vergangenen Sonntag „unverschuldet“ in eine Notlage geraten sind, unbürokratisch helfen. Das kündigte Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Dienstag an. Zunächst müssten die Schäden von den Elementarschadensversicherungen beglichen werden.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Zum Glück, so Strobl, habe es in Baden-Württemberg bis vor wenigen Jahren eine Versicherungspflicht gegeben, so dass viele Hausbesitzer gut versichert seien. Zurzeit können die Versicherungen den durch das Unwetter entstandenen Schaden noch nicht beziffern. Nach Auskunft des Innenministeriums waren auch am Dienstag noch 500 Helfer und Feuerwehrleute mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Ungewöhnlich starke Niederschläge des Tiefs „Elvira“, vor allem in den nördlichen Regionen Baden-Württembergs, hatten große Überschwemmungen sowie Schlamm- und Gerölllawinen verursacht. Vier Personen waren in dem Unwetter ums Leben gekommen.

          Besonders hart getroffen wurden die Stadt Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) sowie die kleine Gemeinde Braunsbach (Landkreis Schwäbisch Hall). In Schwäbisch Gmünd und in Braunsbach setzten freiwillige Helfer die Aufräumarbeiten am Dienstag fort. Braunsbach ist eine Gemeinde mit 9000 Einwohnern und geringen Steuereinnahmen, der Ortskern ist durch Unterspülungen und Gerölllawinen fast vollständig zerstört worden. Mit eigenen finanziellen Mitteln wird die Gemeinde den Wiederaufbau nicht schaffen können. 2008 hatte die damalige Landesregierung den Hochwasser-Geschädigten im Zollern-albkreis mit 1,8 Millionen Euro geholfen. Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU) will sich stärker mit der Frage befassen, wie die Forst- und Landwirtschaft besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereitet werden können. Strobl sagte, dass es zwischen dem Klimawandel und den Unwettern einen Zusammenhang gebe, sei nicht ernsthaft zu bestreiten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Strobl wollen an diesem Mittwoch Braunsbach und Schwäbisch Gmünd besuchen.

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