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Feiern eskalieren : Polizei rückt 40 Mal zu Hochzeiten aus

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Eine Polizistin steht vor den Fahrzeugen eines türkischen Hochzeitskorsos in Köln (Archivbild). Bild: dpa

Abgebrannte Pyrotechnik, blockierte Autobahnen und sogar Schüsse: Die Polizei muss bei vielen Hochzeiten eingreifen. Bei Autokorsos möchte sie ihre Strafen verschärfen.

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          Die Polizei ist in Nordrhein-Westfalen in der vergangenen Woche 40 Mal wegen ausufernder Hochzeitsfeiern eingeschritten. Damit sei die bislang höchste Einsatzzahl erneut erreicht worden, sagte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Dienstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In der Vorwoche waren 38 Vorfälle bekannt geworden.

          Sieben Mal rückte die Polizei zu Einsätzen auf Autobahnen an. Ebenfalls sieben Mal wurden Schüsse gemeldet, was sich fünf Mal bestätigt habe. Fünf Mal sei Pyrotechnik abgebrannt worden. 21 Autokorsos wurden gezählt.

          Die Polizei habe sieben Führerscheine sichergestellt und 16 Strafanzeigen geschrieben. Vier Mal wurde das Straßenverkehrsamt den Angaben zufolge gebeten zu prüfen, ob die Betroffenen etwa aufgrund ihrer Aggressivität überhaupt charakterlich geeignet sind, ein Auto zu fahren.

          Unter anderem hatten Zeugen der Polizei berichtet, dass ein halbes Dutzend Autos die Autobahn in Richtung Dortmund bewusst blockierte. Um ein Überholen zu verhindern, seien die Autofahrer der Kolonne auf allen Fahrstreifen wild hin und her gewechselt, hupend und mit eingeschalteten Warnblinkanlagen.

          In Köln wurden gleich zwei Hochzeitskorsos gestoppt und sechs Führerscheine beschlagnahmt. Eine Hochzeitsgesellschaft brachte den Verkehr auf der Zoobrücke über dem Rhein zum Erliegen, um sich zu fotografieren. Zudem wurde ein Hochzeitskorso gestoppt, aus dem Rauchbomben und Feuerwerkskörper geworfen wurden.

          Bisher stellt die Kölner Polizei bei Autokorsos die Führerscheine sicher. Sie kündigte an, in besonderen Fällen sogar die Autos zu beschlagnahmen.

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