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Australien : Flammenwalze rückt wieder näher an Sydney heran

  • Aktualisiert am

Helikopter im Dauereinsatz Bild: AP

Sydney ist im Norden, Westen und Süden von Bränden umgeben. Über der Stadt liegt eine Rauchwolke.

          Die australische Feuerwehr hat am Mittwoch mit einer weiteren Ausbreitung der Buschbrände im Bundesstaat New South Wales gerechnet. Meteorologen gingen von ungünstigen Wetterbedingungen aus, darunter starke Winde mit Geschwindigkeiten von 60 Kilometern pro Stunde und Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius, teilte ein Feuerwehrsprecher mit.

          „Heute haben wir es mit einer der schlimmsten Vorstellung zu tun, die man heraufbeschwören kann", fügte der Sprecher hinzu. Auch die Vororte der Metropole Sydney blieben weiter vom Feuer bedroht. Die Einsatzkräfte hatten seit Weihnachten rund 100 Brände in dem südöstlichen Bundesstaat bekämpft.

          10.000 Feuerwehrleute im Einsatz

          Bislang verbrannten rund 300.000 Hektar Buschland. Berichte über Todesopfer lagen nicht vor, Dutzende Feuerwehrleute mussten sich jedoch wegen Rauchvergiftungen oder kleineren Verbrennungen behandeln lassen. Insgesamt waren rund 10.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Seit Weihnachten wurden durch die Feuer Nationalparks und mindestens 150 Häuser zerstört und tausende Schafe getötet.

          Vor den Buschfeuern gerettet

          Am Neujahrstag erreichten die Brände die Vororte Sydneys. Hunderte Menschen waren aus dem Vorort Pennant Hills in Sicherheit gebracht worden. Pennant Hills liegt nur 15 Kilometer von der berühmten Hafenbrücke entfernt. Feuerwehrleute pumpten Wasser aus Swimmingpools, und Hubschrauber holten Wasser aus den Seen nahe gelegener Golfplätze. Sydney war im Norden, Westen und Süden von Bränden umgeben. Über der Stadt lag eine Rauchwolke.

          20 Brandstifter gefasst

          Australiens Ministerpräsident John Howard besuchte am Mittwoch einige betroffene Gegenden im Umland Sydneys. Nun könne es nur noch helfen, für Regen zu beten, sagte Howard vor Journalisten.
          Australische Versicherer schätzen den Schaden auf umgerechnet rund 29 Millionen Euro. Die Behörden vermuten, dass viele der Brände gelegt wurden. 14 Jugendliche und sechs Erwachsene wurden in Zusammenhang mit den Bränden festgenommen. 1994 waren bei ähnlich verheerenden Bränden vier Menschen getötet worden.

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