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Außeneinsatz abgebrochen : ISS muss herannahendem Weltraumschrott ausweichen

  • Aktualisiert am

Computersimulation der Europäischen Weltraumorganisation, die Weltraumschrott in der erdnahen Umlaufbahn über dem Äquator zeigt. Bild: dpa

Wenige Stunden vor ihrem Außeneinsatz haben die Astronauten der Discovery den Kurs der Internationalen Raumstation ISS wegen eines herumtrudelnden Stücks Weltraumschrott ändern müssen.

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          Wenige Stunden vor ihrem für Montag geplanten Außeneinsatz haben die Astronauten der Discovery den Kurs der Internationalen Raumstation (ISS) wegen eines herumtrudelnden Stücks Weltraumschrott ändern müssen. Die NASA befürchtete, der Überrest eines chinesischen Satelliten mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern könnte der ISS während des Weltraumspaziergangs gefährlich nahe kommen.

          Am 12. März mussten die ISS-Astronauten wegen eines herannahenden Stück Weltraumschrotts bereits kurzzeitig Zuflucht in einer angedockten russischen Sojus-Kapsel suchen, weil es für ein Ausweichmanöver zu spät war. Das Weltraum-Treibgut passierte die ISS damals in sicherer Entfernung.

          Montage zunächst gescheitert

          Die beiden Astronauten Joseph Acaba und Richard Arnold bereiteten sich unterdessen auf den für heute Nachmittag vorgesehenen dritten und letzten Außeneinsatz vor. Beim zweiten, sechseinhalbstündigen Außeneinsatz von Acaba und dem Astronauten Steve Swanson am Samstag war die Montage eines Materialbehälters vorerst gescheitert. Jetzt sollte möglicherweise ein neuer Versuch gestartet werden, wie NASA-Sprecher Bill Jeffs mitteilte.

          Astronaut Richard Arnold versucht die Montage eines Materialbehälters
          Astronaut Richard Arnold versucht die Montage eines Materialbehälters : Bild: dpa

          Mit der Montage des letzten Sonnensegels, mit dem die ISS auf die abschließende Leistung von 120 Kilowatt hochgefahren werden kann, war die Internationale Raumstation (ISS) ihrer Fertigstellung am Wochenende ein großes Stück nähergekommen. In der Nacht zum Sonntag brachten die Astronauten außerdem eine GPS-Antenne an dem japanischen Weltraumlabor Kibo an. Sie soll im September die Fernsteuerung der HTV-Raumsonde zur Versorgung des Labors erleichtern. Auch die Vorbereitung des Batterientauschs, die für Juni geplant ist, verlief erfolgreich.

          Der 123. Außeneinsatz seit 1998

          Künftig können sich in der ISS sechs statt bislang drei Raumfahrer aufhalten. Die Discovery hatte am Dienstag vergangener Woche an der ISS festgemacht. Verläuft die Mission weiter planmäßig, wird die Raumfähre am Samstag um 18.42 Uhr MEZ auf dem Kennedy Space Center in Florida landen.

          Bis September 2010 sind insgesamt noch neun Shuttle-Missionen zur ISS geplant. An der Internationalen Raumstation, deren Gesamtkosten auf 100 Milliarden Dollar veranschlagt sind, beteiligen sich 16 Länder. Der Außeneinsatz am Montag ist der 123. an der ISS seit dem Beginn des Aufbaus der Station im Jahr 1998.

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