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Bergtourismus an der Spree : Berliner Müllberg mit Skihütte

Tirol sieht anders aus: Die Müllhalde Arkenberge im Berliner Ortsteil Blankenfelde Bild: Picture-Alliance

Ein Unternehmer hat große Pläne für den höchsten Berg der Hauptstadt: Aus der Deponie Arkenberge soll ein Ausflugsziel werden – samt Skihütte und Mountainbike-Strecke.

          Herr Heim, Ihr Bauunternehmen besitzt mit der Deponie Arkenberge nun den höchsten Berg Berlins. Wie fühlt man sich denn so als Bergbesitzer?

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

          Sehr gut. Der Berg hat jetzt endlich auch einen Gipfelstein, einen Findling, den haben wir zusammen mit dem Bürgerverein Pankow gesetzt.

          Dazu mussten Sie auf den Berg. War der Aufstieg auf 120,7 Meter denn anstrengend?

          Es ging. Aber die Aussicht von da oben ist natürlich grandios. Und immerhin haben wir ja auch eine Bergstraße.

          Ihr Berg überragt den Berliner Teufelsberg, auch eine Müllhalde, nur um 60 Zentimeter. Haben Sie nicht Angst, dass die beim Teufelsberg ein paar Schippen drauflegen und Sie um Ihren Titel bringen?

          So einfach geht das wohl nicht. Wir gehen davon aus, dass unser Berg erst einmal der höchste bleibt, und schauen jetzt, was man damit alles machen kann.

          Was planen Sie?

          Wir wollen den Berg zu einem touristischen Ausflugsziel machen. Immerhin ist das Gelände fast 40 Hektar groß, der Berg alleine 22 Hektar, und an seinem Fuß gibt es einen See. An einem Hang würden wir gerne eine Rodelbahn eröffnen, aber die muss erst noch genehmigt werden, und da müssten wir auch noch etwas Baumaterial aufschütten. Auch eine Strecke für Mountainbiker können wir uns vorstellen. Wir haben schon ein kleines Konzept erstellt, das wir nun den Politikern vorlegen.

          Eine Mountainbike-Strecke wäre ein starkes Argument für Berlins Olympia-Bewerbung.

          Absolut. Auf dem Areal könnte man ideal eine Cross-Country-Strecke errichten.

          Wie wäre es mit einer Skipiste?

          Gut, wobei es eine Kombination aus Ski und Rodel sein sollte. Eine Skihütte ist auch geplant.

          Dann müssten Sie aber auch eine Seilbahn bauen. Ein Seilbahngesetz hat Berlin ja schon.

          Ganz so weit sind wir noch nicht. Aber der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

          Apropos Phantasie: Arkenberge klingt ja etwas sperrig. Soll der Berg einen neuen Namen bekommen?

          Daran haben wir auch schon gedacht. Vielleicht machen wir eine Namensausschreibung.

          Bürgerbeteiligung ist heutzutage sehr wichtig.

          Genau. Die Berliner sollen ja schließlich etwas von dem Berg haben.

          Welcher Name würde Ihnen denn gefallen?

          Spontan fällt mir da ein: Monte Berlin.

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