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Auktion : 210.000 Dollar für die Waffen von Bonnie und Clyde

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Die „Tommy-Gun“: Mit dieser Thompson-Maschinenpistole aus dem Jahr 1921 überfielen Bonnie und Clyde zahlreiche Banken. Bild: Reuters

Sie verübten zahlreiche Banküberfälle und Morde, trotzdem wurde ihre Geschichte meist als romantisches Abenteuer erzählt: Bonnie und Clyde. Jetzt hat ein Unbekannter die Waffen des Gangster-Pärchens für viel Geld ersteigert.

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          Sie waren ein hübsches Pärchen und in der Zeit der Wirtschaftskrise schockierten und faszinierten sie die amerikanische Öffentlichkeit gleichermaßen: Bonnie Parker und Clyde Barrow. Raubend und mordend zog das Gangster-Pärchen durch die Vereinigten Staaten, auf ihr Konto gehen mindestens ein Dutzend Banküberfälle und etwa auch so viele Morde. 1937 wurden sie von der Polizei erschossen. 

          Acht Jahrzehnte nach ihren Raubzügen sind nun die Waffen der beiden für 210.000 Dollar versteigert worden. Die Schrotflinte des Gangsterpärchens brachte nach Angaben des Auktionshauses am Samstag in Kansas City in Missouri 80.000 Dollar. Für die Maschinenpistole wurden sogar 130.000 Dollar gezahlt. Beides ging an einen anonymen Onlinebieter von der Ostküste der Vereinigten Staaten.

          In ihren Einzelteilen: die Maschinenpistole, Kaliber .45

          Die Waffen wurden 1933 nach einer Schießerei im Städtchen Joplin, Missouri, in dem Versteck der beiden gefunden und einem Polizisten übergeben. Dessen Urenkel habe sie jetzt verkauft. Es handelt sich um eine Winchester-Schrotflinte vom Modell 1897 und eine Thompson-Maschinenpistole von 1921 im schweren Kaliber .45 - die „Tommy-Gun“, die zum festen Repertoire von Gangsterfilmen gehört.

          Spätestens der Film „Bonnie und Clyde“ im Jahr 1967 mit Faye Dunaway und Warren Beatty machte die Gangster zur Legende. Aber auch unzählige Bücher, Musiktitel - einer mit Brigitte Bardot und Serge Gainsbourg - und Musicals boten eher romantische als brutale Versionen der Geschichte.

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