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Aufrüstung auch mit Bodycams : Kölner Polizeipräsenz an Karneval verdreifacht

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Die Bundespolizei setzt an Karneval Hunderte zusätzliche Beamte ein (Archivbild). Bild: dpa

Am Donnerstag feiert Köln Weiberfastnacht – und 2500 Polizisten passen auf. Wegen der Übergriffe an Silvester und zunehmender Respektlosigkeit gegenüber Beamten wurde deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht.

          Die Kölner Polizei setzt dieses Jahr zur Weiberfastnacht am Donnerstag ungefähr 2500 Beamte ein, mehr als dreimal so viele wie im Vorjahr. Das sagte am Freitag ein Polizeisprecher und bestätigte damit eine Meldung des Kölner „Express“. Im Jahr 2015 waren 750 Polizisten im Einsatz.

          Köln will damit verhindern, dass sich Übergriffe auf Frauen wie in der Silvesternacht an Karneval wiederholen. Weiberfastnacht ist in den Vorjahren immer der kritischste Tag mit den meisten Delikten gewesen.

          Polizisten mit tragbaren Kameras unterwegs

          An den Hauptbahnhöfen in Köln und Düsseldorf will die Bundespolizei ab Freitag mit sogenannten Bodycams auf Streife gehen. Ein Jahr lang sollen die tragbaren Kamerasysteme von den Beamten getestet werden. Danach sollen die Bodycams möglicherweise zur Standard-Ausrüstung der Bundespolizei gehören.

          Hintergrund der Aufrüstung sei die „zunehmende Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber der Polizei“, hieß es in einer Mitteilung der Bundespolizei. In erster Linie sollen die Kameras aber der Abschreckung dienen. Erst an zweiter Stelle stehe die Verwertbarkeit des Videomaterials, sagte Bundespolizeisprecher Jens Flören am Freitag. Beamte mit Körperkameras seien klar zu erkennen. Sie filmten nicht ständig, sondern nur in bestimmten Situationen. In anderen Bundesländern habe man mit Bodycams gute Erfahrungen gemacht.

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