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Staatsanwaltschaft ermittelt : Mann liefert sich Verfolgungsjagd mit 20 Streifenwagen

  • Aktualisiert am

Nach einer wilden Verfolgungsjagd überschlug sich der Wagen schließlich am Autobahnkreuz Walldorf. Bild: dpa

Ohne Führerschein, dafür mit umso mehr Tempo war am Montagabend ein 34-Jähriger Hamburger auf der Autobahn unterwegs. An der Verfolgungsjagd waren insgesamt 20 Streifenwagen beteiligt.

          Ein Mann hat die Polizei bei einer Verfolgungsfahrt über mehrere Autobahnen hinweg in Atem gehalten. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft Karlsruhe gegen den Fahrer. Es bestehe der Verdacht der Gefährdung des Straßenverkehrs und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie der Fahrerflucht, sagte ein Behördensprecher am Dienstag in Karlsruhe.

          Das generelle Strafmaß für solche Delikte reiche von einer Geld- bis zu einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Für den 34-Jährigen endete die Raserfahrt in einer psychiatrischen Klinik. Ein Arzt hatte laut Polizei dringenden Behandlungsbedarf gesehen.

          Der Mann aus Hamburg, der laut Polizei keinen Führerschein besitzt, war am Montag auf der Autobahn 5 Richtung Süden zunächst bei Bruchsal mit einem anderen Auto zusammengestoßen, danach aber einfach weiter gefahren. Die Stoppsignale eines ihn mittlerweile auf der A8 verfolgenden Streifenwagens missachtete er, auf einem Standstreifen stieß er mit seinem Fahrzeug gegen Warnbaken, deren Trümmer gegen ein Wohnwagengespann geschleudert wurden.

          Sachschaden von mehr als 10 000 Euro

          Er raste trotzdem weiter - auf dem Standstreifen mit einem Tempo von bis zu 180 Stundenkilometern. Insgesamt waren 20 Streifenwagen an der Verfolgungsjagd beteiligt. Am Autobahnkreuz Walldorf überschlug sich der Wagen schließlich. Der Fahrer konnte sich leicht verletzt befreien. Derzeit ermitteln die Beamten noch, wem das Auto gehört. Der Sachschaden wird auf mehr als 10 000 Euro beziffert.

          Die Polizei zeigte sich erleichtert, dass der Verkehrsrowdy nicht noch Schlimmeres angerichtet hat: „Wir sind froh, dass da nicht mehr passiert ist“, sagte ein Behördensprecher.

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