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Astronomie : Sternschnuppenregen der Superlative

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Nacht der Wünsche Bild: dpa

Merken Sie sich so viele Wünsche wie Sie können, ab Mittwoch fallen für eine Woche so viele Sternschnuppen wie sonst kaum mehr in diesem Jahrhundert.

          1 Min.

          Seit 1633 beziehungsweise 1866 kreisen die Eis- und Gesteinsklumpen, die ab Mittwoch als Sternschnuppen über der Erde niedergehen, um die Sonne. Sie stammen vom Kometen Tempel-Tuttle, der seinerzeit der Sonne - wie alle 33 Jahre - besonders nahe kam, so dass einige seiner Bestandteile verdampften. Ab Mittwoch fallen die Sternschnuppen, weil sie mit 250.000 Kilometern pro Stunde in diesem Jahr besonders schnell sind, in besonders spektakulärem Regen in die Atmosphäre.

          Leider ist das himmlische Schauspiel in Europa nicht so gut zu sehen wie in Asien oder Amerika. Die Astronomen berechneten für den Höhepunkt des Regens am Sonntag für Deutschland nur 200 Schnuppen pro Stunde, und das am Tag, während in Ostasien 6.000 pro Stunde erwartet werden.

          Luftmoleküle leuchten

          Die Sternschnuppen gehören zu den Leoniden, die aus dem Sternbild des Löwen zu kommen scheinen. In Wahrheit sind sie staubkorn- bis tennisballgroße Teile des aus Eis, Staub und Gestein bestehenden Kometen. Die Teilchen leuchten allerdings nicht selbst am Himmel. Was am Firmament leuchtet sind die Luftmoleküle, die von den kosmischen Geschossen getroffen werden.

          Was für die Menschen ein ungefährliches Schauspiel ist, weil die Teilchen und Brocken in der Atmosphäre verglühen, kann Satelliten gefährlich werden. Auf der Bahn der diesjährigen Leoniden liegen besonders Satelliten über Amerika. Amerikanische Wissenschaftler glauben jedoch nicht an eine ernsthafte Bedrohung: "Zwar ist das Risiko für einen großen Schaden verhältnismäßig niedrig, dieser Zeitraum bedeutet aber zweifellos das größte Kollisionsrisiko für geostationäre Satelliten seit Beginn des Raumfahrtzeitalters“, schreibt der Weltraumwissenschaftler Neil McBride.

          Um die Satelliten zu schützen, können sie längs zur Bahn der Meteore gedreht werden. Die Leonidenschauer vergangener Jahre hatten Satelliten aber weitgehend unbeschadet überstanden.

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