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Astronomie : Sonne, Mond und Sterne 2002 - eine astronomische Jahresvorschau

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Das Sternenjahr 2002 Bild: dpa

Planeten und Finsternisse, was bringt das Jahr 2002?

          2 Min.

          Zu Jahresbeginn erscheinen am abendlichen Nachthimmel die Sternen des Winterhimmels besonders hell. Insbesondere jedoch ziehen die beiden Riesenplaneten Jupiter und Saturn hoch am Firmament die Blicke auf sich.

          Jupiter glänzt so hell, dass er alle anderen Gestirne außer den Mond an Leuchtkraft übertrifft. Während Jupiter sich im Sternbild Zwillinge aufhält, steht der etwas lichtschwächere Saturn im Sternbild Stier. Auch Mars ist am Abendhimmel noch tief am Südwesthorizont vertreten, wenn auch nicht mehr besonders auffällig.

          Das Jahr 2002 ist recht finsternisarm. Von den insgesamt drei Mond- und zwei Sonnenfinsternissen ist von Mitteleuropa aus lediglich die Halbschattenfinsternis des Mondes vom 20. November zu beobachten. Gegen 2.47 Uhr morgens zeigen die nördlichen Partien der Mondscheibe einen leichten Grauschleier. Sowohl die ringförmige Sonnenfinsternis vom 10./11. Juni als auch die totale Sonnenfinsternis vom 4. Dezember bleiben von ganz Europa aus unbeobachtbar. Das gleiche gilt für die Halbschattenfinsternisse des Mondes vom 26. Mai und 24. Juni.

          Astronomischer Frühlings- und Sommeranfang

          Der astronomische Frühling hält am 20. März exakt um 20.16 Uhr seinen Einzug. Die Sonne überschreitet den Himmelsäquator und wechselt von der Süd- auf die Nordhalbkugel des Himmels. Den höchsten Punkt ihrer Jahresbahn erklimmt sie am 21. Juni um 15.24 Uhr Sommerzeit. Dieser Zeitpunkt markiert auf der Nordhalbkugel der Erde Sommerbeginn, während in Australien, Südamerika und Südafrika der Winter beginnt.

          In südliche Richtung überschreitet die Sonne den Himmelsäquator am 23. September um 6.55 Uhr Sommerzeit. Damit beginnt der Herbst. Die Tage werden von da an wieder kürzer als die Nächte. Ihren Jahrestiefststand erreicht die Sonne schließlich am 22. Dezember um 2.14 Uhr Mitteleuropäische Zeit. Auf der Nordhalbkugel der Erde setzt der Winter ein.

          Die Mitteleuropäische Sommerzeit gilt vom 31. März bis 27. Oktober 2002. Sie geht im Vergleich zur Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) um eine Stunde vor. Am 2. Januar passiert die Erde ihren sonnennächsten Bahnpunkt, wobei uns 147.100.000 Kilometer vom Tagesgestirn trennen. Mit 152.091.000 Kilometer Distanz wird am 6. Juli Sonnenferne erreicht.

          Planetenspiel am Himmel

          Der schwierig zu beobachtende, sonnennahe Merkur kann Mitte Januar, Ende April sowie Ende Dezember für ein paar Tage am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont erspäht werden. Am Morgenhimmel zeigt sich der Planet lediglich von Mitte Oktober bis Anfang November. Venus überholt Mitte Januar die Sonne und entzieht sich somit unseren Blicken. Ende Februar taucht der innere Nachbarplanet am Abendhimmel tief im Westen auf. Bis Oktober spielt Venus ihre Rolle als Abendstern, wobei sie Ende September in größtem Glanz leuchtet. Mars zieht sich Mitte Mai vom Abendhimmel zurück und taucht erst wieder im Oktober am Morgenhimmel auf.

          Im Laufe des Herbstes erscheinen auch die Riesenplaneten Jupiter und Saturn wieder am Abendhimmel, während sie in den Sommermonaten am Morgenhimmel gesehen werden können. Die sonnenfernen Planeten Uranus und Neptun kommen im Hochsommer in Opposition zur Sonne. Sie sind ihr dann von der Erde aus gesehen genau gegenüber.

          Vom 10. bis zum 14. August bietet der Meteorstrom der Perseiden ein Himmelsschauspiel. Als schönster und reichster Sturm des Jahres bescheren die Perseiden bis zu neunzig Sternschnuppen pro Stunde. Mitte November erscheinen die Leoniden. In der Nacht vom 17. auf den 18. November und in der Folgenacht sind möglicherweise bis zu tausend Meteore pro Stunde zu erwarten.

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