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Astronomie : Riesenplanet umkreist Riesenstern

  • -Aktualisiert am

Diesen Stern umkreist der Riesenplanet Bild: Eso

Ein kürzlich entdeckter Riesenplanet im Orbit eines Riesensterns könnte die chemische Zusammensetzung von Riesensternen erklären.

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          Alle Sterne durchlaufen einen Zyklus, in dem sie früher oder später riesengroß werden. Wenn dieses Schicksal in ferner Zukunft die Sonne ereilt, dann steht es schlecht um die Erde. In vielen Milliarden Jahren wird unser Planet dann vermutlich von einer aufgedunsenen Sonne eingeäschert.

          Was für die Erde in ferner Zukunft liegt, wird für einen Planeten, der den Riesenstern HD 47563 umkreist, schon bald Realität. Erst kürzlich entdeckten Astronomen diesen dem Untergang geweihten Himmelskörper in 400 Lichtjahren Entfernung von uns. Ein europäisch-brasilianisches Team stieß bei der Beobachtung von 80 Riesensternen im südlichen Himmel mit dem La-Silla-Teleksop der Europäischen Südsternwarte (Eso) auf HD 47536. Sie fanden dabei auch den Planeten.

          Mögliche Erklärung für Zusammensetzung von Riesensternen

          Das neu entdeckte Gespann von Himmelskörpern ist erst das vierte bekannte dieser Art. Mit 33 Millionen Kilometer Durchmesser ist der Stern 23,5-mal so groß wie unsere Sonne. HD 47536 und sein Riesenplanet bilden das am zweitweitesten von der Erde entfernte Planetensystem, das bislang entdeckt wurde. Derzeit ist der Planet noch etwa 300 Millionen Kilometer von dem Stern entfernt - das entspricht dem doppelten Abstand von Erde und Sonne. Er umkreist den Stern ein Mal in 712 Tagen und wiegt fünf- bis zehnmal so viel wie Jupiter.

          Die Existenz von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, so genannte Exoplaneten, im Orbit eines Riesensterns könnte erklären, warum solche Riesensterne über Erwarten viele bestimmte chemische Elemente in ihrer Atmosphäre aufweisen. Denn schließlich geht der Planet mit allen seinen Bestandteilen in dem Stern auf.

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