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Astronomie : Neu entdeckte Planeten haben erdenähnliche Flugbahnen

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Astronomen suchen Verwandte unserer Erde. Ein Merkmal ist die Umlaufbahn um den Stern. Jetzt haben sie mindestens zwei "Großkusinen" entdeckt.

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          Auch Planeten haben Verwandtschaft. Und die der Erde verhält sich genau so, wie es von Verwandten zu erwarten ist. Die meisten anderen Planeten umkreisen ihr Muttergestirn entweder in exzentrischen Bahnen, sind sehr weit davon entfernt oder viel zu nah an ihrer Sonne. Kreisförmige Bahnen, die in angemessenem Abstand zum Stern verlaufen, finden sich selten. Nun haben Astronomen mindestens zwei Planeten gefunden, die sie als Großkusinen der Erde bezeichnen.

          Die beiden sind Nummer vier und fünf in dieser Verwandtschaftsbeziehung und umkreisen den Stern HD 23079. Sie gehören zu einer Gruppe von jüngst entdeckten acht neuen Planeten. Diese wiegen zwischen 80 Prozent und dem zehnfachen des Jupiters, des größten Planeten in unserem Sonnensystem, und umkreisen ihre Sonnen mit 0,07 bis zu 3 Mal dem Abstand der Erde zur Sonne.

          Gefunden haben die Planetensucher die Himmelskörper, indem sie das Muttergestirn sehr genau beobachtet haben. Die nicht leuchtenden Planeten beeinflussen die Bahnen ihrer Sterne, die Sterne "wobbeln" ein wenig. Mit großen Telskopen - in diesem Fall dem Anglo-Australischen Teleskop in Australien, dem Keck-Teleskop in Hawaii und dem Lick-Teleskop in Kalifornien - können die Astronomen die Planeten errechnen. Mittlerweile haben sie auf dise Weise etwa 80 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt.

          Und zum Zweck der Familienzusammenführung sind sie weiter auf der Suche. "In wenigen Jahren werden wir Schwestern und Brüder der Erde finden", ist sich Steve Vogt vom Lick-Observatorium sicher.

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