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Astronomie : Mondfinsternis hinter Wolkenvorhang

  • Aktualisiert am

Roter Stern und sich verfinsternder Mond über dem Kreml in Moskau. Bild: AP

Wenn Astronomen nicht seit langem jede Mondfinsternis im voraus berechnen könnten, kaum jemand hätte etwas bemerkt. Denn Wolkenlücken waren am Dienstag abend selten.

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          Wolken haben den Menschen in weiten Teilen Deutschlands und Europas die Sicht auf die Mondfinsternis versperrt. Nur ganz vereinzelt riß der Himmel am Dienstagabend im rechten Moment für einen Blick auf den Mond auf, der wegen Streulichts noch in dunklem Rot schimmerte.

          „In Deutschland konnten sich die Menschen im östlichen Bayern, genau gesagt im Inn-Salzach Dreieck glücklich schätzen, hier hat der föhnige Südwind die Wolken gerade zur rechten Zeit noch mal auseinander getrieben“, sagte Manfred Spatzierer vom Wetterdienst Meteomedia. Ein paar locker bewölkte Flecken gab es auch im Westerwald. Auch aus dem Raum Bremen berichteten erfreute Sterngucker von Wolkenlücken und freier Sicht auf das Naturschauspiel.

          Nächste Chance im Oktober

          In Österreich gab es von Salzburg bis Wien stellenweise gute Sicht. Derseltene Schimmer am Himmel war auch in Teilen Ungarns und Kroatiens zu sehen, ebenso in Südschweden, Süditalien, in Griechenland und im Süden Großbritanniens.

          Roter Mond über goldenen Dächern: Die Mondfinsternis über Kiew

          Enttäuscht zeigte sich Wolfgang Steinicke, Sprecher der Vereinigung der Sternenfreunde (VdS), von den widrigen Bedingungen, doch hatte er am Abend einen Trost parat: „Eine Mondfinsternis ist glücklicherweise nicht so selten wie eine Sonnenfinsternis“, sagte er. Nach dieser bis gegen Mitternacht dauernden „Mofi“ wandert der Mond bereits am 28. Oktober erneut in den Kernschatten der Erde, ehe es dann erst wieder 2007 eine totale Verfinsterung des Erdtrabanten geben wird.

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