https://www.faz.net/-gum-38lz

Astronomie : Leben außerhalb unseres Sonnensystems wahrscheinlicher

  • -Aktualisiert am

Wenn es Leben im All gibt, dann vermutlich außerhalb unseres Sonnensystems, sagt ein Molekularbiologe.

          1 Min.

          Der Molekularbiologe Norman Pace, der sich als Biochemiker und Experte für Leben in extremen Umgebungen weltweit einen Namen gemacht hat, vermutet Leben anderswo als auf der Erde, wenn überhaupt, dann außerhalb unseres Sonnensystems.

          Wie der Professor der University of Colorado in Boulder während des diesjährigen Treffens der American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Boston in einem Vortrag ausführte, sind seiner Auffassung nach die Chancen, außerhalb unseres Sonnensystems extraterrestrisches Leben zu finden, entschieden größer als innerhalb unseres Sonnensystems. Auf Nachbarplaneten wie dem Mars und auf Trabanten wie dem Jupitermond Europa sei die Wahrscheinlichkeit von Leben sehr gering. "Wenn sie nach dem Ausschau halten, was sie auf der Erde erwarten würden, dann ist das Fenster sehr schmal" sagt Pace. "Unser Sonnensystem scheint nicht gerade vielversprechend für die Entwicklung von Leben zu sein."

          Sollte eine intelligente Lebensform beispielsweise einen Blick auf unseren Heimatplaneten werfen, könnte diese mit leistungsstarken Teleskopen und Spektrometern allein anhand der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre feststellen, ob dort Leben existiert oder nicht. Dagegen verlange die Suche nach Leben auf dem Mars oder Europa eine genaue chemische Vor-Ort-Analyse. "Wenn sich Leben wirklich durchsetzt und für eine längere Periode gedeiht, wird es auch auf der Oberfläche die Macht übernehmen und diese verändern, wie dies auf der Erde geschehen ist" betont Pace. Primitive Lebensformen auf dem Mars oder anderswo seien dazu allerdings wohl kaum in der Lage.

          Weitere Themen

          In Venedig wächst die Wut

          Notstand ausgerufen : In Venedig wächst die Wut

          Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.

          Topmeldungen

          Notstand ausgerufen : In Venedig wächst die Wut

          Mehr als 80 Prozent der Stadt stehen zwischenzeitlich unter Wasser, die Bewohner sind entsetzt – und sauer auf die Politik: Diese gibt zwar jetzt Millionen Soforthilfe, habe beim Hochwasserschutz aber komplett versagt und stattdessen rücksichtslos den Tourismus gefördert.

          Altmunition im Meer : Sprengstoff im Fisch

          1,6 Millionen Tonnen Munitions- und Sprengstoffreste werden in der deutschen Nord- und Ostsee vermutet. Sie lösen sich langsam auf – und belasten schon jetzt stellenweise Tiere und Pflanzen.
          Der Stoff, aus dem sich viel mehr als eine leckere Suppe kochen lässt: Hokkaido-Kürbis

          Leckeres aus Kürbis kochen : Hitze tut ihm richtig gut

          Die Kürbissaison ist auf ihrem Höhepunkt angelangt. Aber was anstellen mit den Riesenbeeren? Köche sagen: in den Ofen schieben. Wir stellen ein Rezept von Johann Lafer vor und eines, das auf Paul Bocuse zurückgeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.