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Astronomie : Jupitermond Io kaum magnetisch

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Ansichten von Io Bild: Nasa

Das Magnetfeld des Jupitermondes Io soll Forschern verraten, wie es im Inneren des Mondes aussieht.

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          Ist Io innen aufgebaut wie die Erde? Diese Frage sollen Messungen des Magnetfeldes des Jupitermondes klären. Denn wenn im Inneren von Io ein heißer, flüssiger Kern rotierte wie bei Erde, Jupiter und dem Jupitermond Ganymed, hätte der Mond auch ein Magnetfeld wie die anderen Planeten.

          Doch die Messungen der Nasa-Raumsonde Galileo vom Nordpol-Überflug am 6. August haben, wenn überhaupt, nur ein äußerst schwaches Magnetfeld um den Mond ergeben. Dass Io aber im Inneren voll geschmolzenen Gesteins ist, beweisen die vielen Vulkane auf dem Mond. Io ist der vulkanisch aktivste bekannte Planet. Auch Dichte und Hitzeleistung ähneln denen der Erde und lassen auf ein geschmolzenes Inneres schließen.

          „Wie eine warme Decke“

          Eine mögliche Erklärung für das fehlende Magnetfeld könnte ein anderer Innenaufbau des Mondes sein. „Ios Kern könnte von einer Schicht Lava wie von einer heißen Decke umwickelt sein“, sagt Nasa-Astronom Torrence Johnson vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa. Die Hitze im Inneren könnte durch unterschiedliche Zugkraft beim Umkreisen des Jupiter ausgelöst werden. Der veränderliche Abstand des Mondes zu seinem Planeten könnte an den Kernschichten ziehen und sie so erwärmen. Mehr Aufklärung erhoffen sich die Forscher von einer genaueren Auswertung der Daten vom 6. August und einem für den 16. Oktober geplanten Südpol-Überflug Galileos.

          Langlebige Sonde

          Die Raumsonde Galileo sollte eigentlich nur zwei Jahre fliegen, doch seit ihrem Start 1995 hat sie den Jupiter und seine Monde wesentlich öfter besucht als geplant. Die meisten Systeme an Bord sind noch intakt, bloß die Kamera hatte Ausfälle. Die Nasa plant eine letzte Verlängerung der Mission mit fünf weiteren Jupiter-Treffen und einem finalen Absturz in die Atmosphäre des riesigen Planeten.

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