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Astronomie : Geologisch tot, trotzdem in Bewegung

  • Aktualisiert am

Callistos Oberfläche Bild: Nasa

Als geologisch „toter“ Himmelskörper ist der Jupitermond Callisto voller Krater. Erosion trägt diese Male ab. Wie ist noch unklar.

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          Die Bilder, die Galileo von seinem Überflug in 138 Kilometern Höhe über den Jupitermond Callisto mitgebracht hat, zeigen Hügel, die wie von Wind und Wetter abgetragen aussehen. Das stellt die Astronomen vor ein Rätsel. Denn Callisto, der am weitesten vom Jupiter entfernte Mond, ist leer. Kein Wind, kein Wasser, nur Eis und Gestein zieren seine Oberfläche. Und etliche Krater von Meteoriteneinschlägen. Keine Spur von Vulkanen oder tektonischen Verschiebungen.

          „Dieses Terrain sieht erstaunlicherweise aus, als ob es erodiert ist und als ob dieser Prozess weiter geht“, sagt James Klemaszewski vom Academic Research Lab in Phoenix. Die Bilder der Raumsonde Galileo zeigen zerklüftete Hügel. Jede helle Spitze von einem dunklen Saum umgeben.

          Gebilde aus Staub und Eis zerfallen

          Eine Theorie dafür: Wenn das Eis verdampft, lässt es Staub, der in dem Eis gebunden war, übrig. Das dunkle Material könnte Sonnenenergie auffangen, die wiederum das Eis schmilzt und so einen fortlaufenden Prozess der Erosion in Gang hält. Übrig bleibt von den eisigen Zacken auf Callistos Oberfläche nur eine dunkle Ebene - wahrscheinlich voller Staub.

          Callisto in Farbe

          Die Bilder könnten außerdem klären, wie viele Krater es auf Callisto gibt. Diese Zahl könnte Astronomen das Alter der Mindoberfläche verraten und auch Rückschlüsse auf die anderen Jupitermonde zulassen.

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