https://www.faz.net/-gum-363u

Astronomie : Eis am Mars-Südpol entdeckt

  • Aktualisiert am

Gibts hier Wasser? Bild: Nasa

Der Streit, ob es auf dem Mars Wasser gibt, könnte durch Forschungsergebnisse der Mars Odyssey geklärt sein.

          1 Min.

          Elf Tage läuft das GRS genannte Instrument an Bord der Nasa-Sonde Mars Odyssey am Samstag. Und schon wartet das Gerät, das mit vollem Namen Gammastrahlen-Spektrometer heißt, mit einer Sensation auf. Es hat am Südpol des Mars Wasserstoff entdeckt, vermutlich in einer Eisschicht und somit wahrscheinlich in Wasser.

          „Falls sich das bestätigt, wäre es fantastisch“, sagt Planetenwissenschaftler William Boynton, der an der University of Arizona das GRS betreut. Denn es würde die Frage klären, die viele Astronomen seit Jahren umtreibt: Gibt es auf dem Mars in der Nähe der Oberfläche Wasser? Die Antwort steht zwar immer noch aus, doch das GRS hat zumindest Beweise dafür geliefert, dass es Wasserstoff nahe der Oberfläche in erheblichen Mengen gibt.

          GRS misst bestimmte Elemente

          Das Gammastrahlen-Spektrometers misst die Strahlung bestimmter Elemente und lässt so Aussagen über die Zusammensetzung der Marsoberfläche zu. Es zeigte in den neuesten Bildern am Südpol des Mars in leuchtendem Blau eine große Eisschicht. Das sei nicht nur Frost auf der Oberfläche, da gebe es vermutlich viel Eis, sagte Boynton.

          Frühere Missionen hatten ebenfalls Hinweise auf Wasser gegeben. So wurden Kanäle entdeckt, die nur durch Flüsse erklärt werden konnten. Die Ergebnisse des Gammastrahlen-Spektrometers wurden von Experten jedoch als ein möglicher echter Beweis gewertet. Ergebnisse wom Nordpol gibt es wegen der winterbedingten schlechten Sicht noch nicht.

          Forscher sehen noch großes Potential in der Mars Odyssey Sonde

          Weitere Höhepunkte der ersten Forschungswoche waren die ersten Nachtaufnahmen des Roten Planten mit der Infrarot-Spezialkamera Thermal Emission Imaging System (Themis). Die Bilder zeigen, wie die unterschiedliche Strukturen und Materialien auf der Oberfläche die Hitze des Tages speichern und geben damit Hinweise auf die Zusammensetzung des Planeten.

          Die Wissenschaftler erhoffen sich von der Sonde jedoch noch viel mehr. Die jüngsten Ergebnisse bezeichneten sie als einen ersten flüchtigen Eindruck von dem, was noch zu erwarten sei. Am Samstag war Odyssey 130 Tage im Orbit. Die eigentliche wissenschaftliche Arbeit hatte jedoch erst vor einer Woche begonnen.

          Die Sonde soll bei ihren Mars-Umrundungen vor allem nach Spuren von Wasser suchen und der Vorbereitung künftiger Missionen dienen. So soll sie zum Beispiel geeignete Landeplätze für zwei Roboter finden helfen, deren Start zum Roten Planeten für das Jahr 2003 geplant ist.

          Weitere Themen

          Infektionsketten in NRW „unterbrechen“ Video-Seite öffnen

          Nach Corona-Fällen : Infektionsketten in NRW „unterbrechen“

          In Düsseldorf wird ein infiziertes Ehepaar behandelt. Der Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen unterstrich die Notwendigkeit, Erkrankte zu isolieren und erinnerte an die enge Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.