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Astronomie : Ein "perfekter Sturm" auf dem Mars

  • Aktualisiert am

Vorher / Nachher Bild: NASA

Seit mehr als drei Monaten fegen starke Winde über die Marsoberfläche und wirbeln den Staub auf. Das ist länger als jemals vorher beobachtet.

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          Zwei ganz unterschiedliche Bilder lieferte das Hubble Space Telescope vom Mars. Vor dem Sturm waren die Strukturen des Planeten gut sichtbar, während des starken Sturms sah der Rote Planet nur Rot aus, keinerlei Details waren zu erkennen. Der Sturm, der den Staub von der Marsoberfläche über drei Monate lang in die Höhe trieb, war der längste, den Astronomen seit Jahrzehnten beobachtet haben. Und dazu der mit der besten wissenschaftlichen Unterstützung durch zwei Raumsonden: Hubble-Telskop und Mars Odyssey.

          Sobald im Mars-Frühjahr die Sonnenstrahlung die dünne Atmosphäre des Mars stark anheizt, fegen Winde über den Planeten. Der feine Staub wird aufgewirbelt - gerade in einem Strum wie in diesem Jahr. Im Zeitraum von Juni bis zum September auf der Erde war der Mars hinter den Staubschleiern kaum zu sehen. "Es handelt sich nicht um einen einzigen Sturm, sondern um eine Reihe planetenweiter Geschehnisse", sagte Mike Malin von Malin Space Science Systems. Mit dem Herbst, wenn die Sturm-Seite sich von der Sonne wegdreht, könnte der Staub wieder auf die Oberfläche fallen. Allerdings könnte die Sonnenstrahlung dann - nun nicht mehr von Staub ferngehalten - für erneute Stürme sorgen. Diese zwei Schritte haben Astronomen auf dem Mars vorher schon beobachtet.

          Für die Wissenschaftler bieten die zwei Raumsonden besonders gute Beobachtungsmöglichkeiten. Hubble liefert die Bilder, während die Odyssey-Sonde Temperatur und Staub in der Atmosphäre sowie andere Parameter des Mars misst. Die Odyssey soll später in die Atmosphäre des Planeten abtauchen, um weitere Messungen zu unternehmen.

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