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Astronomie : Bislang ältester bekannter Planet entdeckt

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So sieht der Himmel über dem neuentdeckten Planeten aus Bild: AP

Hubble-Astronomen haben den bisher ältesten Planeten in unserer Milchstraße entdeckt. Er soll fast 13 Milliarden Jahre alt sein und sich kurz nach dem Urknall gebildet haben.

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          Lange bevor Sonne und Erde entstanden, bildete sich ein Planet von Jupitergröße, der einen weißen Stern im Sternen-Cluster M4 umkreist. Das Hubble-Weltraum-Teleskop der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa vermaß den ältesten und am weitesten entfernten bislang bekannten Planeten.

          Astronomen erhoffen sich aus den Daten neue Einsichten über die Entstehung des Universums. Denn der Planet befindet sich in einer Umgebung, die Wissenschaftler bislang für sehr unwirtlich für Planetenentstehung hielten. Der 5.600 Lichtjahre entfernte Gasplanet im Sternen-Cluster M4 in der Konstellation Scorpius umkreist zwei Sterne, einen Pulsar (das ist ein Neutronenstern mit sehr schneller Eigenrotation) und einen Weißen Zwerg, also die Reste eines ausgebrannten Sterns.

          Früher Planeten als vermutet

          Professor Steinn Sigurdsson von der staatlichen Universität von Pennsylvania erklärte, die Entdeckung laße darauf schließen, daß sich die ersten Planeten bereits viel früher als bisher vermutet gebildet hätten. Damit könne auch davon ausgegangen werden, daß es deutlich mehr Planeten gibt als bisher angenommen.

          Die bisher gefundenen 107 Planeten außerhalb des Sonnensystems sind etwa so alt wie die Sonne - rund 4,5 Milliarden Jahre. Vor etwa 13 Milliarden Jahren soll sich auch der Urknall ereignet haben - diese Theorie zur Entstehung des Universums ging bisher davon aus, daß die zur Bildung von Planeten erforderlichen schwereren Elemente wie Kohlenstoff, Silizium und Eisen erst einige Milliarden Jahre nach dem Urknall entstanden sind, während einer kontinuierlichen Abkühlung.

          Pulsar brachte Nasa auf die Spur

          Auf die Spur des Planeten brachten 1988 die Astronomen die von dem nahen Pulsar, PSR B1620-26, ausgehenden Radiowellen. Es habe in diesem Cluster genügend schwere Metalle gegeben, um dort Planeten ähnlich wie die Erde oder den Mars entstehen zu lassen, sagte Sigurdsson. Theoretisch könnte es dort auch Leben gegeben haben. Nach etwa zehn Milliarden Jahre seien diese Planeten wegen zunehmender Nähe zu ihrem sonnenähnlichen Fixstern wieder zerstört worden. Nur der gasförmige Riesenplanet sei übrig geblieben.

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