https://www.faz.net/-gum-3609

Astronomie : Asteroid fliegt nahe an Erde vorbei

  • Aktualisiert am

Der größte Meteor-Krater der Welt (in Arizona) Bild: dpa

Mit 300 Metern Länge hätte der Asteroid auf der Erde eine Menge Schaden anrichten können, doch er flog 833.000 Kilometer vorbei.

          Mit seinen 300 Metern Länge hätte der Asteroid, der am Montag nach astronomischen Verhältnissen nahe an der Erde vorbeiflog, große Zerstörung anrichten können. Doch 833.000 Kilometer trennten ihn am nächsten Punkt seiner Flugbahn von der Erde, das ist doppelt so weit wie die Entfernung Erde-Mond.

          "2001 YB5" tauften die Astronomen den Himmelskörper, der der größte Asteroid in Erdnähe seit 1937 war. Und erst am 7. August 2047 wird "1999 AN10" dem Planeten ähnlich nahe kommen. Dieser Asteroid wird Berechnungen zufolge 389.000 Kilometer an uns vorbeifliegen.

          Riesiger Krater und Verwüstung

          Falls "2001 YB5" die Erde getroffen hätte, mäße sein Krater zwölf Kilometer. Die Energie, die der Aufschlag freisetzte, entspräche mehreren hundert Atombomben und verwüstete einen Umkreis von 50 bis 100 Kilometern mit Trümmern und Erdbeben. Falls Kernkraftwerke oder Chemieanlagen getroffen würden, sei die Gefahr für die Menschheit ungleich größer, sagte Christian Gritzner von der Technischen Universität Dresden. Bei einem Einschlag ins Meer könne tatsächlich Flutwellen wie im Film "Deep Impact" geben.

          Mond und Erde

          Erst 1903 traf ein 60 Meter langer Asteroid Sibirien und verwüstete ganze Landstriche. Einen Asteroideneinschlag vor 65 Millionen Jahren auf der mexikanischen Halbinsel Yucatan machen Astronomen für einen Klimawechsel und das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich.

          Allgemein besteht die Theorie, dass Asteroiden für die Entstehung des Lebens auf der Erde extrem wichtig waren, weil sie chemische Verbindungen aus dem All mitbrachten, die es auf der Erde nicht gab.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Fed-Präsident Jerome Powell : Donald Trump und sein Buhmann

          Jerome Powell lenkt die mächtigste Zentralbank der Welt. Der Fed-Chef schlägt eine fast aussichtslose Schlacht – auch gegen seinen eigenen Präsidenten. Nun warten Anleger und Politiker in der ganzen Welt auf eine Rede von ihm.
          Der ehemalige Daimler-Chef Dieter Zetsche wird Aufsichtsrat bei Aldi Süd. Das liegt auch an seiner Freundschaft zum ehemaligen BASF-Chef Jürgen Hambrecht.

          Ehemaliger Daimler-Chef : Zetsche geht zu Aldi Süd

          Nach dem Ende seiner Karriere bei Daimler hat Zetsche einen Posten bei Aldi Süd übernommen. Wie die F.A.Z. erfahren hat, ist er schon seit Juni im Beirat des Discounters. Das hängt mit einer Männerfreundschaft zusammen.

          Sherpas Hecker und Röller : Das sind Merkels G-7-Helfer

          Am Samstag beginnt der G-7-Gipfel in Frankreich. Jan Hecker und Lars-Hendrik Röller haben die meiste Arbeit dann hinter sich: Sie bereiten die Kanzlerin auf das Treffen vor. Doch wer sind Merkels wichtigste Berater?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.