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Astronomie : Acht neue Monde des Jupiters entdeckt

  • Aktualisiert am

Mond Io ist nur einer von Dutzenden rund um Jupiter. Bild: dpa

Forscher haben acht weitere Trabanten des Planeten Jupiters entdeckt. Im Anziehungsbereich des Riesenplaneten werden noch Dutzende davon vermutet.

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          Wissenschaftler haben weitere acht Monde in der Umlaufbahn des Jupiters entdeckt. Damit steigt die Zahl der Jupiter-Trabanten auf insgesamt 48, wie die Internationale Astronomische Union mitteilte. Die Astronomen hoffen nun, dass die Monde ihnen auch neue Erkenntnisse zur Entstehung des größten Planeten unseres Sonnensystems liefern.

          Eine Forschergruppe der Universitäten Hawaii und Cambridge sichtete die Monde im Februar mit Hilfe eines Teleskop auf dem Vulkan Mauna Kea auf Hawaii. Das Team hat seit Ende 2000 insgesamt 30 zuvor unbekannte Jupiter-Monde entdeckt. „Wir machen das, weil wir herausfinden wollen, wie diese Satelliten vom Schwerkraftfeld des Planeten eingefangen wurden“, erklärte David Jewitt von der Universität Hawaii.

          Noch viele Monde vermutet

          Fünf der acht neu entdeckten Monde bewegen sich entgegengesetzt zur Drehung des Jupiter. Dies deutet darauf hin, dass sie ursprünglich an einer anderen Stelle entstanden und erst später in die Umlaufbahn des Jupiters gerieten. Die Größe der neu entdeckten Monde wurde noch nicht ermittelt, die Astronomen schätzten ihren Durchmesser aber auf zwei bis vier Kilometer. Damit sind die Satelliten sehr viel kleiner als der Erdmond oder die vier größten Jupitermonde, die Galileo Galilei schon vor 400 Jahren entdeckte.

          „Es ist allerdings noch zu früh, um die jüngst entdeckten weiteren acht Monde als gesichert anzunehmen“, betonte Brian Marsden vom Harvard Smithsonian Zentrum für Astrophysik in Massachusetts. Es käme immer wieder vor, dass bereits entdeckte Monde in den Weiten des Universums verschwinden. So sei von den elf im Jahr 2001 beobachteten einer wohl unwiderbringlich verloren gegangen.

          Das Universum-Puzzle wird komplizierter

          Was mit diesen Monden passiere, sei schwer zu sagen: „Es ist jedoch gut möglich, dass sie zu Kometen werden“, sagte der Wissenschaftler. Marsden rechnet damit, dass in naher Zukunft weitere Monde des Jupiter entdeckt werden. „Wir werden uns jetzt daran setzen, diese Monde weiter zu erforschen“, kündigte Marsden an. Das Finden sei
          einfacher geworden, das Vervollständigen des Universum-Puzzles werde mit jeder neuen Entdeckung allerdings zugleich schwieriger.

          Die seit 2000 von der Universität Hawaii aufgespürten kleinen Monde wurden mit Hilfe der beiden größten Digitalkameras der Welt sichtbar. Sie sind in das japanische Subaru-Teleskop und das Kanada-Frankreich-Hawaii-Teleskop eingebaut, die beide auf dem Mauna Kea stehen. Die Wissenschaftler halten es für möglich, dass insgesamt über 100 kleine Monde mit einem Durchmesser von über einem Kilometer um den Jupiter kreisen.

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