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Archäologie : Riesiger Inka-Friedhof in Lima entdeckt

  • Aktualisiert am

Eine von 2.200: Mumienfund in Peru Bild: dpa

Sensationsfund in Peru: In einem Slumviertel der Hauptstadt Lima wurde ein Gräberfeld mit 2.200 Mumien entdeckt.

          In einem Slumviertel der peruanischen Hauptstadt Lima ist ein Inka-Friedhof mit rund 2.200 Mumien gefunden worden. Der jahrhundertealte Friedhof wurde in einem von der National Geographic Society unterstützten Archäologieprojekt freigelegt. Dies berichtet die Fachzeitschrift „National Geographic Deutschland“ in ihrer Mai-Ausgabe.

          Im Laufe der Grabungen seien rund 2.200 der für die damalige Periode typischen Mumien ausgegraben und erforscht worden. „Diese immense Anzahl der Funde bietet eine unvergleichliche Möglichkeit, weitere Geheimnisse über das Reich der Inka zu entschlüsseln“, schreibt das Blatt.

          Der als Puruchuco-Huaquerones bekannte Friedhof stamme aus der Zeit des Späten Horizonts (1438-1532). Das acht Hektar fassende Areal gilt als zweitgrößter je in Peru gefundener Inka-Friedhof und als größter, der aus einer einzigen Zeitperiode stamme. Das Forschungsvorhaben sei ein Wettlauf mit der Zeit gewesen. Tupac Amaru sei eine rasch wachsende Slumsiedlung. Planierungsarbeiten gefährdeten die Gräber, und viele der in zwei Meter Tiefe liegenden Mumien begännen durch vermehrt eindringendes Abwasser zu verwesen.

          Drei Grabungskampagnen

          Im Laufe von drei Grabungskampagnen seien zahlreiche Mumienbündel, so genannte Falsas freigelegt worden. Sie hätten manchmal mehrere Tote beherbergt, denen reiche Grabbeigaben wie Töpferwaren, Schmuck oder Tierfelle mit auf den Weg gegeben worden seien. Eine der beeindruckendsten Mumien sei in etwa 135 Kilogramm rohe Baumwolle gebettet worden. Im Inneren des Bündels hätten die Archäologen die sterblichen Überreste eines Mannes und eines Kleinkinds gefunden. Durch eine DNS-Analyse der Knochen solle jetzt ermittelt werden, ob es sich bei den Toten um Vater und Kind gehandelt habe, heißt es.

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