https://www.faz.net/-gum-782jf

April, April! : Die besten Scherze aus dem Netz

  • Aktualisiert am

Vor diesem Datum wird gewarnt Bild: dpa

Olympische Winterspiele in Berlin? Twitter ohne Vokale? Google mit Geruchserkennung? Am 1. April sind auch Journalisten nicht gefeit vor phantasievollen Scherzen.

          2 Min.

          Mit viel Phantasie haben Pressestellen von Behörden und Firmen am Montag versucht, Journalisten in den April zu schicken.

          Passend zum schneereichen Wetter schrieb beispielsweise die IHK Berlin in einer Meldung, Berlin bewerbe sich um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2022. Wegen Schneesicherheit bis in den April hinein sei die Hauptstadtregion flexibel bei der Terminfestlegung. Ähnlich wie die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar wäre damit Abwechslung garantiert und den Klimazonen ein Schnippchen geschlagen. Immerhin könne die Landebahn des geplanten Großflughafens BER für
          die Eiskunstlaufwettbewerbe genutzt werden, sagte Berlins IHK-Hauptgeschäftsführer Eder weiter. Und: „Um die Eiskunstläufer während ihrer Kür vor Seitenwinden zu schützen, wird die East Side Gallery am Ostbahnhof ab- und auf dem BER wieder aufgebaut.“

          Aus Thüringen schrieb die FDP-Pressestelle, die EU wolle dort alle Umweltzonen für Pkws aufheben - wegen der hohen Grillaktivitäten in dem Freistaat. Demnach zeigen Messdaten, dass die Feinstaubzonen in Thüringen während der Grillsaison von Frühjahr bis Spätherbst nutzlos seien. Um das Problem in den Griff zu kriegen, erwäge die EU in Thüringen spezielle Grillumweltzonen einzurichten.

          Eine besonders kleine, aber besonders wirksame Hilfestellung für alle Kritiker des hohen Fleischkonsums in Deutschland stellt die Tierschutzorganisation PETA in Aussicht. Sie wolle eine bestimmte Zeckenart flächendeckend einführen, berichtete die Tierrechtsorganisation in einem anderen Scherz. Der Biss der Amerikanischen Zecke löse eine lebenslange Allergie gegen Fleisch aus, etwa in Form von Hautausschlag. So wolle PETA Menschen aktiv helfen, sich für die gesunde vegane Lebensweise zu entscheiden, wurde ein Vertreter der Organisation zitiert.

          Der Konzern Google kündigte das Ende von YouTube an, weil der Dienst seine Aufgabe erfüllt habe - es sei nur ein mehrjähriger Video-Wettbewerb gewesen. Jetzt habe man genug Material, um am 1. April endlich den Sieger zu küren und die Website dichtzumachen, hieß es in einem Blogeintrag.

          Demnach sollte die Familie der Google-Angebote am 1. April auch einen Zuwachs erhalten - „Google Nose“, einen Dienst, der Gerüche erkennen kann. Die Kamerawagen, die Aufnahmen für den Straßenatlas Google Street View machten, hätten dabei auch Gerüche eingefangen und das Unternehmen habe nun eine Aromen-Datenbank mit mehr als 15 Millionen Gerüchen. Für Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android gebe es jetzt einen Geruchsdetektor. Beispiel für einen bekannten Geruch: unter anderem „nasser Hund“.

          Humor bewies auch der Kurznachrichtendienst Twitter, die künftig seinen Service ohne Vokale anbietet. Beim Eintippen eines Textes würden automatisch die Vokale entfernt, dadurch können man auch mehr schreiben. Es wird zwar auch schwieriger zu lesen, aber für fünf Dollar im Monat könne man sich ein Premium-Abo leisten, das dann wieder alle Vokale enthalte.

          Wer unter Flugangst leidet, sollte besser nicht weiterlesen, oder zumindest nicht auf den eingebundenen Link klicken: Milliardär Richard Branson kündigte an, seine Airline Virgin werde bald ein Flugzeug mit Glas-Fußboden in Dienst nehmen.

          Nokia stellte eine knallgelbe Mikrowelle mit Touchscreen-Bedienung im Smartphone-Design vor. Sie habe auch – ähnliche wie neue Mobiltelefone vom Rivalen Samsung – eine Funktion zur Augenverfolgung: „Die Rotation des Essens stoppt, wenn man in die Mikrowelle schaut und liest dann den Hunger von den Augen ab, um die Temperatur entsprechend nach oben oder unten zu regulieren.“

          Die Zeitung „Guardian“ präsentierte in Anlehnung an die anstehende Computer-Brille von Google ihre eigene Version mit dem Namen „Guardian Goggles“, die zu allem, was man sieht, ihre Kommentare abgibt. „Weil das Leben zu kurz ist, um selber zu denken“, lautet das Werbemotto.

          Aber nicht alles, was nach Aprilscherz klingt, ist erfunden: Die Meldung über 300 in der eisigen Eifel erfrorenen Flöhe, die in einem Flohzirkus auftreten sollten, erwies sich als echt, wie nicht zuletzt mit Hilfe eines Parasitologen geklärt wurde: Der Düsseldorfer Experte Prof. Heinz Mehlhorn bestätigte nicht nur, dass Flöhe tatsächlich empfindlich auf einen Temperatursturz reagieren. Er brachte dem Zirkusdirektor als Ersatz etwa 50 Tierchen und rettete so die geplante Vorstellung.

          Weitere Themen

          Mit dem QR-Code an den Strand

          Baden in Spanien : Mit dem QR-Code an den Strand

          Auch in Spanien lockert jede Region anders. Das Baden im Meer ist mancherorts wieder erlaubt. Aber gilt das auch für Touristen?

          Topmeldungen

          Milliardenhilfe : Gegenwind für die Lufthansa-Rettung

          Nach langen Verhandlungen einigen sich Bundesregierung und Lufthansa auf ein Rettungspaket aus Steuergeldern. Brüssel sagen die Pläne aber nicht zu. Kanzlerin Merkel will kämpfen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.