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Antisemitismus in Deutschland : „Kann Juden nicht empfehlen, überall die Kippa zu tragen“

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Der amerikanische Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, bei einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag der Befreiung des KZ Bergen-Belsen Bild: EPA

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung warnt Juden vor dem Tragen der Kippa in Deutschland. Er beklagt eine „zunehmende gesellschaftliche Enthemmung und Verrohung“.

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          Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat Juden in Deutschland davor gewarnt, die Kippa aufzusetzen. „Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen“, sagte Klein den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag. Seine Meinung habe sich „im Vergleich zu früher leider geändert“, fügte er hinzu.

          Der Regierungsbeauftragte begründete die Entwicklung mit einer „zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung und Verrohung“. „Hierzu haben das Internet und die sozialen Medien stark beigetragen, aber auch die fortgesetzten Angriffe auf unsere Erinnerungskultur“, sagte Klein. Etwa 90 Prozent der Straftaten seien dem rechtsradikalen Umfeld zuzurechnen. Muslimische Täter guckten oft arabische Sender, „in denen ein fatales Bild von Israel und Juden vermittelt wird“.

          „Viel Unsicherheit bei Polizisten“

          Klein forderte angesichts des starken Anstiegs antisemitischer Straftaten in Deutschland Schulungen für Polizisten und andere Beamte. Es gebe „viel Unsicherheit bei Polizisten und bei Behördenmitarbeitern im Umgang mit Antisemitismus“, erklärte er. Viele wüssten nicht, „was erlaubt ist und was nicht“.

          Es gebe eine klare Definition von Antisemitismus, und die müsse in den Polizeischulen gelehrt werden. „Genauso gehört sie in die Ausbildung der Lehrer und Juristen“, sagte der Antisemitismus-Beauftragte.

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