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Antisemitismus : Jüdisches Leben in der Öffentlichkeit zunehmend bedroht

  • Aktualisiert am

Chanukka-Leuchter for dem Brandenburger Tor in Berlin Bild: dpa

Die Ex-Präsidentin des Zentralrats der Juden befürchtet, dass jüdische Feiern öffentlich nur noch unter Polizeischutz stattfinden können. Chanukka-Leuchter mussten rund um die Uhr bewacht werden.

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          Die ehemalige Präsidentin des Zentralrates der Juden, Charlotte Knobloch, sieht das öffentliche jüdische Leben in Deutschland zunehmend bedroht. „Jüdisches Leben kann in der Öffentlichkeit nur unter Polizeischutz und schärfsten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden“, sagte sie nach der Beschädigung eines Chanukka-Leuchters in Heilbronn der „Heilbronner Stimme“.

          In Berlin und München hätten die großen Chanukka-Leuchter rund um die Uhr unter Bewachung gestanden. Knobloch ist heute Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

          Chanukka-Leuchter in Heilbronn beschädigt

          In Heilbronn hatte die Jüdische Gemeinde den drei Meter hohen Leuchter anlässlich des Chanukka-Festes im Dezember aufgestellt. Unbekannte hatten mehrere Lampen und die dazugehörigen Gaskartuschen von dem neunarmigen Leuchter heruntergeschlagen.

          Knobloch forderte von der Bundesregierung, einen Antisemitismusbeauftragten einzusetzen. „Antisemitismus erstarkt von rechts und links, in der muslimischen Community und auch in der Mitte der Gesellschaft.“ Eine wirksame Bekämpfung der vielen offenen und verdeckten Formen von Antisemitismus sei überfällig.

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