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Antarktis : Riesiger Eisberg und Raubmöwen bedrohen Pinguine

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Adélie-Pinguine Bild: dpa

Die Tragödie ist nur abzuwenden, wenn ein Sturm den Eisberg wegtreibt oder ein Eisbrecher den Pinguinen die Rückkehr in ihre Brutgebieten ermöglicht.

          Die Wanderung eines riesigen Eisbergs und die täglichen Angriffe hungriger Raubmöwen bedrohen nach Angaben von Wissenschaftlern das Überleben einer Kolonie von Adélie-Pinguinen in der Antarktis. Die Tragödie sei nur abzuwenden, wenn ein südlicher Sturm den Eisberg bei Cape Royds wegtreibe oder der US-Forschungseisbrecher „Nathaniel B. Palmer“ in den nächsten Tagen den Meeresvögeln die Rückkehr zu ihren Brutgebieten ermögliche, sagte die Wissenschaftlerin Emma Marks von der Universität Auckland am Freitag.

          Die vergleichsweise kleine Kolonie der Adélie-Pinguine in der Nähe der neuseeländischen Antarktis-Station Scott im McMurdo-Sund wird seit fast einem Jahrhundert von Wissenschaftlern erforscht.

          Eisberge bedrohen Brut

          Bereits im März 2000 brach ein 11.000 Quadratkilometer großer Eisberg mit der wissenschaftlichen Bezeichnung B-15 vom Ross-Schelfeis ab. Zusammen mit anderen Eisbergen blockierte er in der Folge den McMurdo-Sund und schnitt die Adélie-Pinguine von ihren Brutplätzen ab. Statt wie sonst schwimmend, müssen die Meeresvögel ihre Brutgebiete nun laufend erreichen, was sie wesentlich mehr Zeit und Kraft kostet.

          Besonders die kleineren und schwächeren Pinguine sowie die Eier in den Nestern werden dabei das Opfer Großer Raubseemöwen. Nach Angaben des kalifornischen Ökologen David Ainley gab es zur Ende der Legezeit am 20.November 3.800 Nester mit Eiern. Vor einer Woche seien es nur noch 1.200 gewesen. Ainley rechnet damit, dass dieses Jahr möglicherweise kein einziges Pinguinküken schlüpfen wird.

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