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Anschläge : Passant löscht Brandsatz vor Münchner Moschee

  • Aktualisiert am

Vermutlich aus Rache wegen der Anschläge in den USA wollten Unbekannte in München eine Moschee anzünden.

          Die Attentate in den USA ziehen in Deutschland unterschiedliche Reaktionen extremistischer Gruppen nach sich.

          Bei einer Moschee in München haben unbekannte Täter am frühen Sonntagmorgen einen Brandsatz deponiert. Ein Fußgänger entdeckte das große Behältnis mit brennender Lunte vor einem türkischen Lebensmittelgeschäft, das zur Moschee eines islamischen Kulturvereins gehört. Zusammen mit einem anderen Passanten entschärfte der Entdecker den Brandsatz und löschte das dabei entstandene Feuer sofort. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach den Tätern blieb ohne Erfolg. Der Staatsschutz ermittelt.

          Rechtsextreme verbrennen amerikanische Flagge

          Rechtsextreme haben dagegen bei einer Trauerkundgebung wegen der Terror-Anschläge in Stralsund eine Flagge der Vereinigten Staaten angezündet. Wie die Polizei weiter mitteilte, hatte die siebenköpfige Gruppe aus der rechten Szene die Fahne offenbar selbst zu der Demonstration von rund 100 Stralsunder Bürgern mitgebracht. Den Rechtsextremen wurden demnach von Zivilpolizisten umgehend Platzverweise erteilt. Die Beamten nahmen die Personalien auf und erstatteten Anzeige wegen „Verletzungen von Flaggen und Hoheitszeichen ausländischer Staaten“.

          Warnung des Bundesausländerbeirates

          Der Bundesausländerbeirat warnte am Sonntag vor einer „Hatz“ gegen die in Deutschland lebenden Muslime und vor einem „blinden ausländerpolitischen Aktionismus“ wegen der Anschläge in den USA. „Die Anschläge von New York und Washington seien ein Angriff auf alle Menschen gewesen, auch auf die gläubigen Muslime und damit auf den Islam“, betonte der Bundesausländerbeirat am Wochenende in Wiesbaden. Man dürfe jetzt nicht zulassen, dass das „zarte Pflänzchen“ des Dialogs zwischen den Religionen und Kulturen zerstört werde. Nach seinen Angaben gibt es in Deutschland rund 3,5 Millionen Muslime.

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