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Wurf mit Folgen : Anklage nach Flaschenwurf

Bild: dpa

Durch das achtlose Wegwerfen einer Whiskyflasche könnte sich ein Partygast wegen fahrlässiger Körperverletzung strafbar gemacht haben.

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          Zweieinhalb Monate nach dem Wurf einer Whiskyflasche aus einem Partyzug, durch den ein Kleinkind lebensgefährlich verletzt wurde, hat die Staatsanwaltschaft Dortmund Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben. Nach Erkenntnissen der Ermittler warf der 32 Jahre alte Beschuldigte aus Moers die schwere Glasflasche am 1. November just in jenem Moment aus dem Fenster, als der Partyzug eines privaten Reiseunternehmens den Bahnhof Kamen durchfuhr. Die Flasche soll dann zunächst gegen eine Betonwand geprallt und zerbrochen sein. Glasteile trafen ein zwei Jahre altes Mädchen am Kopf, das eine Fraktur und eine Gehirnerschütterung erlitt und notoperiert werden musste.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Der Zug war nach dem Vorfall im 65 Kilometer entfernten Greven gestoppt worden, Dutzende Polizisten nahmen die Personalien der Reisenden auf. Der Beschuldigte offenbarte sich allerdings erst auf der Rückfahrt des Zuges von der Nordsee, als Beamte die Fahrgäste abermals befragten. Dabei gab er an, er habe die Flasche achtlos aus dem Fenster geworfen, ihm sei nicht bewusst gewesen, dass der Zug in jenem Moment durch einen Bahnhof fuhr. Da zunächst von einer Wodka- und nicht von einer Whiskyflasche die Rede gewesen sei, habe er sich nicht schon während der Hinfahrt gemeldet.

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