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Nach Eklat bei Ballon d’Or : „Beispiel für den lächerlichen Sexismus, den es noch immer im Sport gibt“

  • Aktualisiert am

Moderator Martin Solveig und Ada Hegerberg Bild: AP

Der sexistische Eklat bei der Verleihung des Ballon d’Or hat zu scharfer Kritik geführt. „Warum müssen sich Frauen immer noch mit solchem Scheiß abgeben?“, schrieb Tennis-Olympiasieger Andy Murray.

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          Nach der Auszeichnung der früheren norwegischen Fußball-Nationalspielerin Ada Hegerberg mit dem „Ballon d`Or“ ist am Montagabend eine Sexismus-Debatte entbrannt. Der französische DJ Martin Solveig hatte die 23-Jährige in seiner Funktion als Moderator auf der Bühne gefragt, ob sie „twerken“ könne. Hegerberg verneinte diese flapsige Aufforderung zum sexuell provokativen Tanzstil.

          Solveig löste mit seiner Bemerkung heftige Reaktionen in den sozialen Netzwerken aus. Einer der prominentesten Kritiker war der britische Tennis-Star Andy Murray. „Ein weiteres Beispiel für den lächerlichen Sexismus, den es noch immer im Sport gibt“, schrieb der zweimalige Wimbledon-Sieger: „Warum müssen sich Frauen immer noch mit solchem Scheiß abgeben?“

          Den männlichen Gewinnern Luka Modric und Kylian Mbappe, fuhr Murray fort, seien solche Fragen wohl kaum gestellt worden. Solveig selbst zeigte sich überrascht angesichts der Reaktionen und entschuldigte sich persönlich bei Hegerberg. „Natürlich wollte ich niemanden beleidigen“, sagte er: „Das war ein Witz, vielleicht ein schlechter.“

          Hegerberg, aktiv beim französischen Champions-League-Gewinner Olympique Lyon, versuchte die Wogen zu glätten. „Ich habe es gar nicht so empfunden, und es macht mich traurig, wenn die Leute so über diese Situation denken“, sagte sie nach der Show: „Er hat sich bei mir entschuldigt. Der Ballon d'Or ist sowieso das Wichtigste für mich.“

          Bei der Wahl der französischen Fachzeitung France Football durch Fachjournalisten aus aller Welt wurden in diesem Jahr erstmals auch Fußballerinnen ausgezeichnet. Hegerberg, die 2017 ihre Nationalmannschaftskarriere beendet hatte, gewann vor der Dänin Pernille Harder vom deutschen Double-Gewinner VfL Wolfsburg und der deutschen Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan, Hegerbergs Klub-Kollegin in Lyon.

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