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Amerika : Schulverweigerer dürfen weiter in Tennessee leben

  • -Aktualisiert am

Familie Romeike beim privaten Unterricht in Morristown. Bild: AP

Ein deutsches Ehepaar, das seine Kinder der Schulpflicht entziehen will, darf in den Vereinigten Staaten bleiben. Ein Asylantrag war zwar abgelehnt worden. Doch nun intervenierte das Heimatschutzministerium.

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          Trotz der Weigerung des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten, abermals über den bereits abgelehnten Asylantrag eines deutschen Ehepaars zu verhandeln, dürfen Uwe und Hannelore Romeike mit ihren Kindern in Amerika bleiben. Wie Michael Donnelly, ein Anwalt der konservativen Organisation „Home School Legal Defense Association“ (HSLDA), mitteilte, hat das amerikanische Heimatschutzministerium der Familie bei einem Telefongespräch am Dienstag unerwartet zugestanden, weiter in ihrer Wahlheimat Tennessee leben zu können.

          „Wir sind glücklich, solange wir in Frieden leben dürfen. Wir waren immer bereit, dorthin zu gehen, wohin Gott uns schickt“, teilte Uwe Romeike mit. Der strenggläubige Musiklehrer und seine Frau waren vor sechs Jahren aus dem baden-württembergischen Bissingen in den Bundesstaat ausgewandert, um die damals fünf Kinder weiterhin zu Hause zu unterrichten. In Deutschland waren ihnen zuvor der Entzug des Sorgerechts und Zwangsgelder angedroht worden, da sie sich trotz der allgemeinen Schulpflicht weigerten, die Kinder am Unterricht teilnehmen zu lassen.

          Die evangelikalen Christen hatten damals Schulbuchtexte moniert, die angeblich ihrem Glauben widersprachen. Als das anfangs gewährte Asyl später durch die Einwanderungsabteilung des amerikanischen Justizministeriums und ein Bundesberufungsgericht in Ohio wieder kassiert wurde, rief die Familie mit Unterstützung der HSLDA den Obersten Gerichtshof an. Wie die Einwanderungsabteilung hatte auch das Bundesberufungsgericht zuvor gegen die Familie Romeike entschieden, da das Verbot des Heimunterrichts keine religiöse Verfolgung einer „bestimmten Gruppe“ darstelle. Alle Schulverweigerer würden durch die deutschen Behörden gleichbehandelt. Fast 130.000 Amerikaner hatten sich im vergangenen Jahr bei einer Online-Petition an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama dafür ausgesprochen, dem Ehepaar, das seit dem Umzug nach Tennessee zwei weitere Kinder bekam, Asyl zu gewähren.

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