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Amerika : Punxsutawney Phil wirft keinen Schatten

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Murmeltier „Phil“ prophezeite, dass der Frühling noch eine Weile auf sich warten lassen wird. Bild: REUTERS

Jedes Jahr dient Murmeltier Phil dem amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania als Wetterfrosch. 18000 Menschen kamen, um seiner Prognose zu lauschen – Tierschützer fordern das Ende der Tradition.

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          Das Murmeltier „Phil“ meint es dieses Jahr nicht gut: Der Schatten des kleinen Nagers in Punxsutawney im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania wies am Donnerstag auf sechs Wochen mehr Winter hin. Wie jedes Jahr am 2. Februar, dem traditionellen „Groundhog Day“ (Murmeltiertag), diente das Tier als Wetterfrosch. Nachdem „Phil“ im vergangenen Jahr ein schnelles Winterende prophezeit hatte, verkündete er jetzt, dass der Frühling noch eine Weile auf sich warten lassen wird.

          Ein Seufzen ging durch die Menge, als Bill Deely, der Präsident des örtlichen Murmeltiervereins, um 7.30 Uhr mitteilte, dass Phil Schnee und Eis vorausgesagt habe. Glaubt man der Legende, so spricht nur Präsident Deely die Murmeltiersprache „Groundhogese“, weshalb er es übernahm, den nach Angaben der Veranstalter 18000 anwesenden Menschen Phils Prognose mitzuteilen.

          Der „Groundhog Day“, der auch über Fernsehen, Facebook und Twitter zu verfolgen war, geht auf deutsche Siedler zurück. Die Einwanderer glaubten, dass ein aus dem Winterschlaf erwachendes Murmeltier an Mariä Lichtmess, genau 40 Tage nach Weihnachten, das Wetter vorhersage. Sieht der Nager seinen Schatten, müssen sich die Menschen auf sechs Wochen mehr Winter einstellen. Sieht er ihn nicht, weil der Himmel bewölkt ist, dann liegt Frühling in der Luft.

          Tierschützer kritisieren die Tradition

          Punxsutawney wappnet sich jedes Jahr für eine Invasion von Schaulustigen und Berichterstattern. Der Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ hat Phil zu einem Weltstar gemacht. Seit der Schauspieler Bill Murray 1993 im Kino ein und denselben Tag wieder und wieder durchmachen musste, pilgern Zehntausende Menschen in die kleine Stadt.

          Tierschützer finden das Ritual hingegen gar nicht gut. Sie bemängeln, dass das Pelztier rücksichtslos aus seinem Schlaf gerissen werde – und das nur, um Menschen zu unterhalten. Von der Forderung nach einem Ende der Tradition wollen die Murmeltier-Menschen aber nichts wissen. Schließlich sagt ihr „Puxsutawney Phil“ das Wetter nun schon seit 126 Jahren voraus. Dabei verkündete er bislang nur 16 Mal baldigen Frühling.

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