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Vereinigte Staaten und Mexiko : Hunderte getrennte Familien treffen sich an der Grenze

  • Aktualisiert am

Familientreffen an der Grenze Bild: AFP

Auswanderung und Abschiebung haben sie von einander getrennt. Nun konnten 1500 Menschen an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko ihre Verwandten treffen – aber nur sehr kurz.

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          Hunderte durch die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko getrennte Familien haben am Samstag ein Wiedersehen gefeiert – wenn auch nur ein kurzes. Rund 1500 Mitglieder von 250 durch Auswanderung oder Abschiebung getrennten Familien trafen sich für vier Minuten an der geöffneten Grenzmauer zwischen der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez und der Stadt Sunland Park im amerikanischen Bundesstaat New Mexico.

          Die Menschenrechtsgruppe Border Network of Human Rights hat unter dem Motto „Abrazos No Muros“ (Umarmungen, keine Mauern) schon mehrere Massen-Familienzusammenführungen an der 3000 Kilometer langen Grenze zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten organisiert, im Juni etwa im ausgetrockneten Flussbett des Rio Grande zwischen Ciudad Juárez und dem texanischen El Paso, wo die Mauer noch in Bau ist. Die Öffnung einer Tür in der fünf Meter hohen Grenzmauer zwischen Ciudad Juárez und Sunland Park war allerdings eine Premiere.

          Sie sei „sehr glücklich“, nach fünf Jahren endlich wieder ihre Cousinen umarmen zu können, sagte die 46-jährige Josefa Magalde aus Ciudad Juárez. Ihre Cousinen aus El Paso sind illegal in die Vereinigte Staaten eingewandert und können daher nicht aus- und wieder einreisen. Vier Minuten lang konnten sie sich nun unter der Aufsicht von Beamten der amerikanischen Grenzpolizei und der mexikanischen Bundespolizei umarmen, bevor sie wieder getrennt wurden.

          „Wir hatten nicht genug Zeit“, sagte Magalde nach dem Treffen. Trotzdem sei sie „zufrieden und glücklich“ über die Gelegenheit für ein Wiedersehen.

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