https://www.faz.net/-gum-ae0ra

In der Wildnis von Alaska : Mann offenbar eine Woche von Bär verfolgt

  • Aktualisiert am

Das Lager, in dem der Mann gefunden wurde Bild: AFP

Ein Bär attackiert eine Woche lang immer wieder einen Mann, der sich in einem Lager in der Wildnis von Alaska verschanzt. Sein Telefon ist ins Wasser gefallen. Durch einen Glücksfall wird er von der Küstenwache entdeckt.

          1 Min.

          In der Wildnis von Alaska ist ein Mann offenbar eine Woche lang von einem Bären verfolgt worden, der ihn zuvor attackiert hatte. Mit viel Glück entdeckten die Retter der Küstenwache den Verletzten von einem Hubschrauber aus, wie die Behörden mitteilten.

          Während des Fluges zwischen den Städten Kotzebue und Nome im abgelegenen Nordwesten Alaskas sei der Mann vergangenen Freitag in einem Bergbau-Camp gesichtet worden – dank „eines SOS-Zeichens über einer Hütte“. Laut New York Times hatte der Hubschrauber seinen ursprünglichen Kurs wegen des Wetters geändert und war nur zufällig über das Lager des Mannes geflogen.

          Richard Jessee, ein älterer und anscheinend erfahrener Bergarbeiter, wurde von der Zeitung Nome Nugget zitiert, dass der Bär aus dem Nichts plötzlich aufgetaucht sei. „Er rollte mein Motorrad und den Anhänger umher, als wäre es ein Spielzeugauto. Ich stand unter Schock und war unterkühlt“, sagte Jessee. Sein Gefährt samt Mobiltelefon sei dadurch im Fluss gesunken.

          Der Mann zielte danach mit seiner Pistole auf den Bär, gab einen Schuss ab und konnte nach eigenen Angaben in seinen Anhänger fliehen. Der Bär soll danach weiter versucht haben, Jessee anzugreifen. „Es gab keinen Zweifel: Der Bär versuchte, in meinen Anhänger zu kommen.“

          Die Einsatzkräfte fanden den Mann schließlich mit Verletzungen am Bein und am Oberkörper und brachten ihn nach Nome ins Krankenhaus. Die Wunden rührten nach Angaben des Verletzten von einem Bärenangriff her. Der Bär sei nach der Attacke eine ganze Woche lang nachts immer wieder in das Lager zurückgekehrt und habe den Mann verfolgt. Der New York Times zufolge hat der Verletzte eine Pistole bei sich getragen, als die Küstenwache ihn fand. Die Munition war ihm bis auf zwei Schuss ausgegangen. Freunde des Mannes hatten ihn als vermisst gemeldet, nachdem er nicht nach Nome zurückgekehrt war.

          Der US-Bundesstaat Alaska ist dünn besiedelt und vor allem für seine unberührte Natur bekannt. Er ist Heimat von Schwarz-, Eis- und Braunbären, darunter auch der Kodiakbär, der als einer der größten der Welt gilt. Bärensichtungen sind in Alaska nicht ungewöhnlich, eher selten kommt es jedoch zu Angriffen auf Menschen.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Wiedergewählt im zweiten Anlauf: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (links) bei der Vereidigung

          Wahl Reiner Haseloffs : Acht Abweichler und wilde Spekulationen

          Schon wieder wird Sachsen-Anhalts Ministerpräsident erst im zweiten Anlauf bestätigt. In Magdeburg fragt man sich: War es ein organisierter Aufstand? Oder eine Verkettung von Einzelaktionen?
          Ohne Test oder Impfung geht in Italien bald gar nichts mehr.

          Italien prescht vor : Zur Arbeit nur noch mit Test oder Impfung

          Wer kein Zertifikat über eine Impfung oder einen Test vorweisen kann, darf in Italien vom 15. Oktober an nicht mehr zur Arbeit in Büros, Behörden, Geschäften oder der Gastronomie gehen. Und in Frankreich müssen 3000 nicht geimpfte Pflegekräfte ihren Posten räumen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.