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Aktuelle Zahlen : Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden

Wurde vor 20 Jahren noch jede vierte Ehe geschieden, ist es heute jede Dritte. Ein Trend lässt sich aber nicht erkennen, sagen Statistiker. Eine deutsche Ehe hält im Schnitt 14 Jahre.

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          Mehr als ein Drittel aller in Deutschland geschlossenen Ehen hält nicht bis zur Silberhochzeit. Wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, werden hochgerechnet 37 Prozent aller im Jahr 2012 geschlossenen Ehen im Laufe von 25 Jahren geschieden. Vor 20 Jahren lag der Wert noch bei 24 Prozent, vor zehn Jahren bei 40 Prozent. Seit Mitte der neunziger Jahre lässt sich keine eindeutige Entwicklung in die eine oder andere Richtung feststellen. „Die Faustregel bleibt: Jede dritte Ehe in Deutschland wird geschieden“, sagt Martin Conrad, beim Statistischen Bundesamt zuständig für die Scheidungszahlen.

          Andreas Nefzger

          Redakteur im Ressort „Deutschland und die Welt“.

          Im vergangenen Jahr wurden gut 179000 Ehen geschieden. Das sind 4,5 Prozent weniger als im Jahr 2011, laut Conrad eine „normale Schwankung“. Langfristig betrachtet ist die Zahl der Scheidungen in den vergangenen Jahren gesunken. Erklären lässt sich das laut Conrad damit, dass die Deutschen immer seltener heiraten. Lebten 1992 noch 39 Millionen Bundesbürger in einer Ehe, waren es 2012 nur 35 Millionen. Eine im vergangenen Jahr geschiedene Ehe hielt im Schnitt 14 Jahre und sieben Monate. Bei 2300 Scheidungen waren die Partner nicht einmal ein Jahr zusammen. Fast die Hälfte der Paare hatte Kinder unter 18 Jahren. Etwa 143000 waren 2012 von der Scheidung ihrer Eltern betroffen.

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