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Afrika : WHO bestätigt Ebola-Ausbruch in der Republik Kongo

  • Aktualisiert am

Ebola-Viren Bild: dpa

An dem Virus seien bislang 64 Menschen gestorben. Die Seuche sei nicht eingedämmt und könnte sich weiter ausbreiten, sagte WHO-Sprecher Iain Simpson in Genf.

          Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Mittwoch einen Ausbruch der Ebola-Seuche in Kongo-Brazzaville bestätigt. „Unsere Tests sowie Tests der Regierung kommen zu dem selben Ergebnis“, sagte ein WHO-Sprecher am Mittwoch in Genf. Die Zahl der Toten sei auf 64 gestiegen. 16 Menschen seien an Ebola erkrankt. Die Seuche sei nicht eingedämmt und könnte sich weiter ausbreiten, sagte WHO-Sprecher Iain Simpson in Genf. Die Regierung in Kongo-Brazzaville hatte die gesamte Region in der vergangenen Woche unter Quarantäne gestellt.

          Wegen der Inkubationszeit zwischen zwei und 21 Tagen sei es schwierig einzuschätzen, ob sich die Krankheit weiter ausbreite, sagte Simpson. Erste Berichte über einen möglichen Ebola-Ausbruch erreichten die Hauptstadt Brazzaville vor zwei Wochen.

          Gorillas trugen das Virus in sich

          Die Seuche ist in der Region der Dörfer Kele und Mbou, rund 800 Kilometer nördlich der Hauptstadt Brazzaville, ausgebrochen. Das Ebola-Virus war Anfang des Jahres in der Region West Cuvette bei einer Gruppe verendeter Gorillas nachgewiesen worden. Der Verzehr von Primatenfleisch ist dort verbreitet. Menschen könnten sich daher nach Meinung von Experten angesteckt haben, weil sie Fleisch infizierter Affen gegessen haben.

          Ebola ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten und zählt zu den so genannten hämorrhagischen Fiebern. Rund 90 Prozent der Infizierten können nicht mehr gerettet werden. Das tödliche Virus verbreitet sich über Körperflüssigkeiten und verursacht schwere innere Blutungen.

          Erst vor einem Jahr Ebola-Ausbruch

          Die WHO schickte Anthropologen in die Region, die die rund 30.000 Bewohner von Cuvette West über die Ebola-Seuche aufklären sollen. Simpson erklärten, einige Menschen seien vor den Experten in ihren Schutzanzügen geflohen. Der letzten Ebola-Epidemie in Zentralafrika fielen vor rund einem Jahr knapp hundert Menschen in Kongo-Brazzaville und Gabun zum Opfer. Es ist bereits der zweite Ebola-Ausbruch in der entlegenen Region im Nordwesten des zentralafrikanischen Landes. Damals waren mindestens 73 Menschen gestorben. Auch hier wurde der Genuss von Primaten-Fleisch von Experten als Auslöser vermutet.

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