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Afghanistan-Einsatz in Bildern : 14 Jahre und kein Frieden in Sicht

Die Zweite Task Force Kundus spielt in einem Vorposten Karten: Bundeswehr-Soldaten des Ausbildungs- und Schutzbataillons operieren beim „Partnering“ im Jahr 2010 gemeinsam mit Soldaten der afghanischen Nationalarmee. Bild: Daniel Pilar

Trotz des Einsatzes der Bundeswehr am Hindukusch ist Afghanistan immer noch weit entfernt vom Frieden. Eine Ausstellung des Fotografen Daniel Pilar in Hannover zeigt auch, wie sich die afghanische Gesellschaft in dieser Zeit verändert hat.

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          „Afghanistan Endlos“ – so heißt eine Ausstellung des Fotografen Daniel Pilar in Hannover. Endlos? 14 Jahre ist es jetzt her, dass die ersten Bundeswehrsoldaten afghanischen Boden betraten. Seither hat sich das Land radikal verändert.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          In den ersten Jahren nach dem Sturz der Taliban überwog die Hoffnung auf Frieden, Entwicklung, gar Demokratie. Manch ein Soldat sah sich als Teil einer solchen Mission. Zum Symbol dieser Hoffnung wurden die überall wiedereröffneten Mädchenschulen.

          Dann kam der Krieg zurück. Ein Krieg, der auch das Verhältnis der Deutschen zum Militär verändert hat. Die Soldaten lernten zu kämpfen. Sie verloren Kameraden. Sie erfuhren Hass und Verzweiflung.

          Bundeswehrsoldaten sammeln beim Abzug aus dem Feldlager in Kundus Munition in einem vertrockneten Flussbett, der ehemaligen Schießbahn. Bilderstrecke
          Bundeswehrsoldaten sammeln beim Abzug aus dem Feldlager in Kundus Munition in einem vertrockneten Flussbett, der ehemaligen Schießbahn. :

          Daniel Pilar, freier Fotograf in Hannover und viel für diese Zeitung unterwegs, hat den Prozess in neun Reisen nach Afghanistan in den Jahren 2007 bis 2014 mit der Kamera festgehalten. Dabei hat er auch dokumentiert, wie sich die afghanische Gesellschaft grundlegend verändert hat. Wie sie erst moderner und weltoffener wurde und dann misstrauischer und tief gespalten. Ein Ende des deutschen Einsatzes am Hindukusch ist noch nicht abzusehen.

          Die Ausstellung

          Afghanistan Endlos, bis zum 30. Oktober, Galerie für Fotografie, Seilerstraße 15d, Hannover, Do. bis So. 12 bis 18 Uhr

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