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ADAC-Fährentest : „Die Zeit der schlimmsten Seelenverkäufer läuft ab“

  • Aktualisiert am

Die „Sansovino” ist der Verlierer des ADAC-Fährentests Bild: dpa

Keine Angst mehr auf Europas Fähren: Außer der italienischen „Sansovino“, die zwischen Sizilien und Neapel verkehrt, haben alle Schiffe den Fährentest des ADAC bestanden. Allerdings waren neun Redereien nicht bereit, sich dem Test zu stellen.

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          Europas Fähren sind sicherer geworden: Nach dem ADAC-Fährentest 2006 fahren mehr als die Hälfte der getesteten Passagierschiffe auf hohem Sicherheitsniveau. Wie der ADAC am Dienstag in Hamburg mitteilte, gab es fünfmal ein „sehr gut“ und dreizehnmal ein „gut“. Der ADAC-Vizepräsident für Tourismus, Max Stich, sagte: „Die Zeit der schlimmsten Seelenverkäufer läuft langsam ab.“

          Als einziges von 30 getesteten Schiffen fiel die zwischen Milazzo auf Sizilien und Neapel fahrende „Sansovino“ der italienischen Reederei Siremar mit der Note „mangelhaft“ durch. „Technischer Zustand sowie Sicherheitsbewußtsein der Mannschaft der 17 Jahre alten Fähre waren besorgniserregend“, heißt es in der Mängelliste der Tester. Schwimmwesten und Feuerlöscheinrichtungen waren verrottet, Notausgänge zugesperrt, die Reling an Deck durchgerostet. Trotz dieses „traurigen Ausreißers“ hat sich nach den Worten Stichs die Sicherheit von Passagierschiffen in Europa zum Positiven entwickelt.

          Neun Redereien verweigerten sich

          In allen Kategorien Bestnoten gab es für den Testsieger „Olympic Champion“ der griechischen Anek Lines, der zwischen Ancona in Italien und Patras in Griechenland verkehrt. Nicht nur die moderne technische Ausstattung, auch die „souveräne und verantwortungsbewußte Crew“ hätte überzeugt.

          Die ADAC-Tester kritisierten, neun Reedereien hätten sich dem Test verweigert, es sei kein Gespräch mit dem Kapitän zustande gekommen und kein Blick in die Schiffspapiere gewährt worden. „Dies ist umso erstaunlicher, als es sich bei sieben der Testverweigerer um Fähren im Ärmelkanal handelte, die alle den Test bestanden“, sagte ein Sprecher.

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