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Am Weltfrauentag : Mississippi verschärft Abtreibungsgesetz

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„Beten für das Ende der Abtreibung“: Gegner des Schwangerschaftsabbruchs vor einem Krankenhaus im Bundesstaat Mississippi Bild: AP

In dem amerikanischen Bundesstaat haben die Abgeordneten am Donnerstag für eine Verschärfung der Regelung beim Schwangerschaftsabbruch gestimmt – just am Weltfrauentag.

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          Der amerikanische Bundesstaat Mississippi hat just am Weltfrauentag das strengste Abtreibungsgesetz des Landes beschlossen. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstag für ein Gesetz, das einen Schwangerschaftsabbruch nach der 15. Woche verbietet. Bislang war eine Abtreibung bis zur 20. Schwangerschaftswoche möglich. Ausnahmen sind bei gesundheitlichen Gefahren für die Mutter oder bei schweren Hirnproblemen des Fötus möglich, nicht aber bei Inzest oder Vergewaltigung.

          Der Gouverneur des konservativen südlichen Bundesstaats, der Republikaner Phil Bryant, muss das Gesetz noch unterzeichnen. Er hat bereits angekündigt, dies zu tun. Mississippi liegt im sogenannten „Bibelgürtel“, dem sehr stark christlich geprägten Südosten des Landes.

          Die Bürgerrechtsgruppe ACLU rief Bryant dazu auf, den Gesetzestext nicht zu ratifizieren – und drohte mit juristischen Auseinandersetzungen, die „Dutzende Millionen Dollar öffentlicher Gelder“ kosten würden. Das Gesetz werde armen, schwarzen und jungen Frauen schwer schaden.

          Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hatte Abtreibungen 1973 in einem Grundsatzurteil landesweit legalisiert. Abtreibungsgegner versuchen in den einzelnen Bundesstaaten möglichst strikte Regelungen durchzusetzen.

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