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Germanwings-Absturz : Kopilot informierte sich über Selbstmord-Möglichkeiten

  • Aktualisiert am

Eine Aufnahme von 2009 zeigt den Kopiloten Andreas Lubitz auf einer Laufstrecke in Hamburg. Bild: dpa

In der Wohnung des Kopiloten Andreas Lubitz haben Ermittler weitere Hinweise auf seine Selbstmordabsichten gefunden. An der Absturzstelle der Germanwings-Maschine ist der zweite Flugdatenschreiber gefunden worden. Er wird derzeit in Paris näher untersucht.

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          Der Kopilot der abgestürzten Germanwings-Maschine hat sich vor dem Flug im Internet über Arten und Umsetzungsmöglichkeiten einer Selbsttötung informiert. Auch nach Sicherheitsmechanismen von Cockpittüren habe er gesucht, teilte die Staatsanwaltschaft Düsseldorf am Donnerstag mit.

          In der Düsseldorfer Wohnung des Kopiloten hätten die Ermittler ein Tablet gefunden, „das im relevanten Zeitraum vom Kopiloten genutzt wurde“. Der Browserverlauf sei nicht gelöscht gewesen, insbesondere hätten die Ermittler die Suchbegriffe in der Zeit vom 16. März bis zum 23. März nachvollziehen können. Demnach habe sich Andreas Lubitz „zum Einen mit medizinischen Behandlungsmethoden befasst, zum Anderen über Arten und Umsetzungsmöglichkeiten einer Selbsttötung informiert. An mindestens einem Tag hat sich der Betreffende darüber hinaus über mehrere Minuten mit Suchbegriffen über Cockpittüren und deren Sicherheitsvorkehrungen auseinandergesetzt.“

          Der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, teilte wiederum mit, dass Einsatzkräfte die zweite Blackbox des Airbus A320 gefunden hätten. Die Daten seien vermutlich auswertbar. Der Stimmenrekorder war bereits kurz nach dem Absturz am Dienstag vergangener Woche gefunden worden. Nach dem Flugdatenschreiber mit den technischen Daten war an der Absturzstelle in den französischen Alpen bislang vergeblich gesucht worden.

          Seyne-les-Alpes : Zweite Blackbox von Germanwings-Airbus gefunden

          Aufgrund der Aufzeichnungen des Stimmenrekorders hatten die Ermittler den mutmaßlichen Ablauf der Katastrophe mit 150 Toten bereits teilweise rekonstruieren können. Demnach steuerte der deutsche Kopilot Andreas Lubitz die Maschine absichtlich gegen eine Felswand. Den Kapitän des Flugzeuges hatte der 27 Jahre alte Kopilot nicht mehr zurück ins Cockpit gelassen, nachdem dieser auf die Toilette gegangen war.

          Bei dem Absturz kamen alle 150 Insassen der Germanwings-Maschine ums Leben, darunter auch 72 Deutsche.

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