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Germanwings-Maschine : Routinierter Pilot, Kopilot relativ unerfahren

  • Aktualisiert am

Blick in das Cockpit eines Airbus A320 Bild: dpa

Weitere Details über die beiden Flugzeugführer an Bord der abgestürzten Germanwings-Maschine sind bekanntgeworden. Der Pilot wurde nach dem Absturz von der Gesellschaft als sehr erfahren beschrieben. Sein Kopilot hatte deutlich weniger Routine.

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          Der Kopilot der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine war seit September 2013 für die Fluggesellschaft tätig. Eine Lufthansa-Sprecherin sagte, der Kopilot habe 630 Flugstunden absolviert. Vor der Anstellung sei der Mann an der Verkehrsfliegerschule der Lufthansa, der Muttergesellschaft von Germanwings, in Bremen zum Piloten ausgebildet worden.

          Der Mann stammte aus Montabaur in Rheinland-Pfalz. Das sagte Stadtbürgermeisterin Gabriele Wieland (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Er habe bei seinen Eltern in Montabaur gewohnt und auch einen Wohnsitz in Düsseldorf gehabt.

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          Nach bisher unbestätigten Angaben aus französischen Ermittlerkreisen war kurz vor dem Absturz einer der beiden Piloten nicht im Cockpit des Flugzeugs. Demnach verließ einer der Männer nach dem Start der Maschine das Cockpit und gelangte später nicht wieder hinein, berichten die französische Nachrichtenagentur AFP und die „New York Times“ übereinstimmend. Die Ermittler beriefen sich auf die ausgewerteten Daten des gefundenen Stimmrekorders. Angaben darüber, ob der Pilot oder der Kopilot beim Absturz alleine im Cockpit gewesen sein soll, werden nicht gemacht.

          Die Lufthansa-Sprecherin sagte, sie könne diese Darstellung der Ereignisse weder bestätigen noch dementieren. Dem Unternehmen lägen dazu bislang keine Informationen der zuständigen Behörden vor. In der Nacht hatte Germanwings in einer Pressemitteilung ebenfalls erklärt, bislang keine Behördenangaben zu den berichteten Vorgängen erhalten zu haben.

          Der Flugkapitän der Unglücksmaschine war nach früheren Angaben von Germanwings ein sehr erfahrener Pilot. Er war demnach seit über zehn Jahren für Lufthansa und Germanwings geflogen und hatte auf dem A320 mehr als 6000 Flugstunden absolviert.

          Die Maschine war am Dienstagvormittag auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt. Von den 150 Menschen an Bord überlebte niemand.

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