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Flug 4U9525 : Staatlicher Trauerakt mit Gauck und Merkel geplant

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Bundespräsident Joachim Gauck verlässt eine Kirche nach einem Trauergottesdienst in Haltern am See. Bild: Reuters

Mit einem Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt soll am 17. April der Opfer des Germanwings-Absturzes im Kölner Dom gedacht werden. Die Lufthansa und Germanwings schalteten in den Samstagszeitungen im Gedenken an die Opfer ganzseitige Traueranzeigen.

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          Im Kölner Dom soll am 17. April mit einem Gottesdienst und einem staatlichen Trauerakt der Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine vom vergangenen Dienstag gedacht werden.

          An der Veranstaltung werden Bundespräsident Joachim Gauck, Bundeskanzlerin Angela Merkel und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) sowie Vertreter aus Frankreich, Spanien und anderen Ländern teilnehmen, aus denen die Opfer der Flugkatastrophe stammten. Auch für die Bevölkerung soll es die Möglichkeit geben, der Trauerfeier im Dom beizuwohnen, sagte NRW-Regierungssprecher Thomas Breustedt. Eine Uhrzeit stehe noch nicht fest.

          Dem Trauergottesdient werden der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, vorstehen. Zu dem staatlichen Trauerakt mit ökumenischem Gottesdienst im Kölner Dom sollen nach Informationen der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) ferner die Leiter jener Diözesen und Landeskirchen eingeladen werden, in denen viele Angehörige der Opfer wohnen.

          Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm schrieb auf seiner Facebook-Seite, er hoffe, dass die Anteilnahme und Hilfe für Menschen im Alltag, die von schwerem Leid getroffen sind, auch dann noch blieben, wenn sich die Medien wieder anderen Themen zuwendeten.

          Mit ganzseitigen Anzeigen in großen deutschen Tageszeitungen haben die Lufthansa und ihre Tochter Germanwings den Hinterbliebenen der Absturzopfer ihre Anteilnahme bekundet. „Der unfassbare Verlust von 150 Menschenleben erfüllt uns mit tiefster Trauer. Unser aufrichtiges Beileid, unsere Gedanken und Gebete gelten allen Angehörigen und Freunden unserer Gäste und Kollegen“, hieß es in der am Samstag erschienenen Anzeige. Zugleich dankten Lufthansa und Germanwings den „vielen tausenden von Helfern“ aus zahlreichen Ländern. Unterzeichnet ist die Anzeige von Lufthansa-Chef Carsten Spohr und Germanwings-Chef Thomas Winkelmann.

          Bergungsarbeiten laufen wieder an

          In der Nähe der Absturzstelle in Frankreich eröffnet Germanwings am Samstag ein Betreuungszentrum für Angehörige. Die Bergungsarbeiten waren für die Nacht eingestellt worden und laufen seit dem frühen Morgen wieder.

          Bilder des französischen Fernsehens zeigten, wie Hubschrauber erneut in den Einsatz flogen. Die Retter konzentrieren sich neben der Bergung und Identifizierung der Leichen weiter auf die Sicherung der Unfallstelle in dem schwierigen Gelände. Rechtsmediziner arbeiten bereits an der Identifizierung der sterblichen Überreste, die schon ins Tal gebracht wurden. Weiter gesucht wird nach dem zweiten Flugschreiber des Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings. Er soll weitere Erkenntnisse zum Geschehen im Cockpit vor dem Absturz liefern.

          Am Freitag war bekanntgeworden, dass der Copilot des abgestürzten Airbus nach Erkenntnissen der Ermittler vor seinem Arbeitgeber Germanwings eine Erkrankung verheimlicht hat. Der 27-Jährige steht im Verdacht, auf Flug 4U 9525 den Piloten aus dem Cockpit ausgesperrt und die Maschine mit 150 Menschen an Bord mit voller Absicht auf Todeskurs gebracht zu haben.

          Germanwings-Absturz : Gauck besucht Trauerfeier in Haltern am See

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