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Germanwings-Unglück : Rettungskräfte bergen erste Opfer 

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Die Bergungstruppen müssen mit Hubschraubern an den Unglücksort geflogen werden Bild: AP

Warum der Airbus in den französischen Alpen abstürzte, bleibt auch einen Tag nach dem Unglück von Flug 4U 9525 völlig unklar. Bei der Auswertung des Sprachrekorders gibt es Probleme. Die ersten Opfer werden von der Unglücksstelle weggebracht.

          Rettungskräfte haben nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich nach Polizeiangaben erste Leichen geborgen. Sterbliche Überreste der Opfer seien am späten Mittwochnachmittag von der Unglücksstelle weggebracht worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Digne am Abend auf
          Anfrage der Nachrichtenagentur dpa Medienberichte. Er ließ offen, wie viele Leichen bislang geborgen wurden.

          Die Sucharbeiten an der Airbus-Absturzstelle waren am Mittwochabend mit dem Einbruch der Dunkelheit eingestellt worden. Das berichtete die französische Tageszeitung „Le Figaro“ am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Wie am Vorabend wurden fünf Gendarmen zur Sicherung des Geländes zurückgelassen. Der Einsatz soll am Donnerstagmorgen fortgesetzt werden. Ein Expertenteam der internationalen Polizeiorganisation Interpol soll die französischen Behörden bei der Identifizierung der Leichen unterstützen.

          Die Ermittlungen zur Ursache des Germanwings-Absturzes in Frankreich stoßen derweil auf unerwartete Probleme. Im Trümmerfeld der Unglücksstelle in den Alpen fanden Bergungskräfte zwar den Sprachrekorder und den Behälter des Flugdatenschreibers. Die eigentliche Blackbox mit gespeicherten Flugdaten blieb zunächst aber verschollen, wie der französische Präsident François Hollande am Mittwoch in Seyne-les-Alpes sagte. Zudem dauerte die Auswertung der Geräusche aus dem Cockpit des Airbus A320 länger als erwartet.

          Klar war zunächst nur, dass die Germanwings-Maschine nicht in der Luft explodierte. „Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen“, es habe also keine Explosion gegeben, teilte der Direktor der französischen Untersuchungsbehörde BEA, Rémi Jouty, in Paris mit. Die BEA habe zwar auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sichergestellt, könne aber nicht die geringste Erklärung für den Absturz geben. „Wir haben auch nicht die geringste Erklärung dafür, warum dieses Flugzeug auf die Kontaktversuche der Luftraumkontrolle, wie es scheint, nicht geantwortet hat“, sagte Jouty.

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          Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte nach dem Fund des Sprachrekorders am Dienstag noch eine schnelle Aufklärung der Absturzursache erwartet. „Ich gehe davon aus, dass wir sicherlich relativ schnell erste Informationen bekommen werden, was die Absturzursache wahrscheinlich war“, hatte Spohr über den Verlust des Airbus der Lufthansa-Tochtergesellschaft gesagt.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel besichtigte mit Hollande und dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy aus der Luft den Absturzort in einem schwer zugänglichen Tal. Das bestätigte Regierungssprecher Steffen Seibert der Deutschen Presse-Agentur. Beim Aufprall der Maschine waren alle 150 Menschen an Bord am Dienstag ums Leben gekommen. Die meisten Opfer stammen aus Deutschland und Spanien. Hinzu kommen Opfer aus mindestens 16 weiteren Staaten. Bestätigt wurde der Tod von Insassen aus Australien, Argentinien, Venezuela, Chile, dem Iran, den Vereinigten Staaten,
          Großbritannien, den Niederlanden, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark, Marokko, Kasachstan, Belgien und Israel.

          Nach Angaben von Germanwings-Chef Thomas Winkelmann waren 72 Bundesbürger an Bord der Unglücksmaschine. Zunächst hatte die Fluglinie von 67 Deutschen gesprochen, aber betont, dass sich die Zahl noch ändern könne. Aus Spanien stammten nach Angaben aus Regierungskreisen in Madrid 51 Opfer. Die Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf, als sie minutenlang an Flughöhe verlor und schließlich an dem Bergmassiv zerschellte.

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