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Absturz : Flugzeugwrack bei Bergung auseinander gebrochen

  • Aktualisiert am

Bergung eines Wrackteils Bild:

Bei der Bergung des Flugzeugwracks aus der Weser haben Einsatzkräfte die erste Leiche gefunden.

          Die Bergung des am zweiten Weihnachtstag vor Bremerhaven abgestürzten Verkehrsflugzeugs gestaltet sich wegen der starken Strömung in der Weser äußerst schwierig. Bei dem Versuch, das stark beschädigte Wrack aus dem Wasser zu hieven, brach der größere Teil der Unglücksmaschine weg. Eine tote 34-jährige Frau konnte jedoch aus dem Wrack geborgen werden. Von den weiterhin vermissten fünf Insassen befindet sich nach Erkenntnissen der Polizei niemand mehr in dem Flugzeug.

          Die Suche nach ihnen wurde am Neujahrstag mit Leichenspürhunden fortgesetzt. Die Bergungsarbeiten der Maschine sollen am Mittwoch wieder aufgenommen werden. Am Montag war es gelungen, das Flugzeug so weit zu heben, dass es teilweise aus dem Wasser ragte. Die starke Deformierung brachte aber erhebliche Probleme, das Wrack auf den Ponton zu heben. Eingedrungenes und wieder ablaufendes Wasser veränderte ständig die Stabilitätsverhältnisse.

          Lebensgefährliche Rettungsaktion

          Bei einsetzender Tide und starkem Ebbstrom wurde die weitere Bergung zu einer für die Retter lebensgefährlichen Aktion. In dieser kritischen Phase wurde die 34-jährige Frau geborgen und das Wrack nach den weiteren Vermissten durchsucht. Als das Flugzeug anschließend komplett aus dem Wasser gehoben werden sollte, knickte der Teil hinter dem Cockpit ab und sank erneut auf den Wesergrund. Noch in der Nacht suchten Leichenspürhunde des Deutschen Roten Kreuzes vom Wasser aus weiter nach den Vermissten. Die Hunde sind den Angaben zufolge in der Lage, bis zu einer Wassertiefe von zehn Metern von der Oberfläche aus Gerüche aufzunehmen.

          Der Schwimmkran „Athlet” auf der Weser

          Nur eine Überlebende

          Das Flugzeug vom Typ Britten-Norman BN-2 Islander war vor einer Woche kurz nach dem Start vom Bremerhavener Flughafen Luneort in den Fluss gestürzt. Drei der insgesamt neun Insassen waren unmittelbar nach dem Unglück lebend geborgen worden. Zwei von ihnen starben noch am selben Tag. Nur eine 43-jährige Frau überlebte.

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