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Abermaliger Keimbefall : Aufnahmestopp in Bremer Frühgeborenen-Station

  • Aktualisiert am

Im vergangenen Jahr waren in Bremen drei Frühchen an resistenten Keimen gestorben. Bild: dapd

Weil auf der Frühgeborenen-Station im Klinikum Bremen-Mitte abermals gefährliche Keime entdeckt wurden, ist ein Aufnahmestopp für die Abteilung verhängt worden.

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          Nach dem abermaligen Keimbefall auf der Frühgeborenen-Station im Klinikum Bremen-Mitte hat die Gesundheitsbehörde am Freitag einen Aufnahmestopp für die Abteilung verhängt. Dies sei in Absprache mit dem Klinikbetreiber Gesundheit Nord veranlasst worden, ließ Gesundheitssenatorin Renate Jürgens-Pieper (SPD) mitteilen. Da die Ursache weiterhin unklar sei, werde das Klinikpersonal systematisch per Abstriche untersucht. An der Suche nach der Herkunft der Darmkeime beteiligt sich auch ein Team vom Robert-Koch-Institut aus Berlin.

          Bereits am Donnerstag waren in Folge einer Routineuntersuchung bei zwei Frühgeborenen sogenannte ESBL-Klebsiellen bemerkt worden. In dem Krankenhaus waren im vergangenen Jahr mindestens drei Frühchen an einer Infektion mit den Bakterien gestorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in insgesamt sechs Fällen wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung.

          Zwei der drei nun betroffenen Frühchen seien im einem gesundheitheitlich sehr stabilen Zustand und wiesen keinerlei Anzeichen für den Ausbruch einer Infektion auf, teilte der Klinikbetreiber mit. Sorgen bereite aber das dritte Baby, weil es sich bei diesem im Gegensatz zu den anderen beiden um ein sehr kleines und damit anfälliges Frühgeborenes handle, sagte eine Sprecherin.

          ESBL-Klebsiellen sind Bakterien, die im Darm jedes Menschen vorkommen. Sie werden zu gefährlichen sogenannten Krankenhauskeimen, wenn sie mutieren und resistent gegen Antibiotika werden. Für Erwachsene sind sie trotzdem harmlos, Frühchen ohne funktionierendes Immunsystem sind jedoch bedroht. ESBL-Fälle kommen in Kliniken häufiger vor, in der Regel handelt es sich aber eher um Einzelfälle.

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