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Wetter in Deutschland : Frühling 2020 war einer der sonnigsten seit Aufzeichnungsbeginn

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Bei so viel Trockenheit muss bei der Bewässerung des Feldes schon mal nachgeholfen werden. Durch den Sonnenschein entsteht so schnell ein Regenbogen. Bild: dpa

Einem milden März folgte in diesem Jahr ein deutlich zu warmer April, der zu den sieben wärmsten Aprilmonaten seit Messbeginn 1881 zählte. Auffällig trocken war es bislang auch.

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          Das Frühjahr 2020 war in Deutschland eines der sonnigsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und wie bereits in den Vorjahren ziemlich warm. Mit 9,2 Grad lag der Temperaturdurchschnitt um 1,5 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in seiner vorläufigen Bilanz vom Freitag schreibt.

          Gleichzeitig war das Frühjahr abermals vergleichsweise deutlich zu trocken. Mit rund 108 Litern Niederschlag pro Quadratmeter fielen im Frühjahr 2020 nur gut 50 Prozent des vieljährigen Durchschnitts. Damit waren der diesjährige Frühling unter den sechs niederschlagsärmsten seit 1881.

          Einem milden März folgte ein deutlich zu warmer April, der zu den sieben wärmsten Aprilmonaten seit Messbeginn 1881 zählte. Ausgerechnet der „Wonnemonat“ Mai zeigte sich leicht zu kühl. Dennoch verzeichneten einige Stationen im Süden bis zu sieben Sommertage mit mehr als 25 Grad.

          Den deutschlandweit höchsten Frühlingswert erreichte Lingen im Emsland am 21. Mai mit 29,4 Grad. Zu den sogenannten Eisheiligen sank das Thermometer nachts dagegen verbreitet unter den Gefrierpunkt, hieß es zur Auswertung der rund 2000 DWD-Messstationen. An manchen Orten traten im Frühling mehr Frosttage als im vorangegangenen Winter auf. Die bundesweit tiefste Temperatur meldete Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge am 1. April mit minus zwölf Grad.

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