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15 Verletzte bei Kollision mit Müllwagen : ICE-Unfall: Staatsanwaltschaft ermittelt

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Aufräumarbeiten: Der entgleiste ICE muss wieder auf das Gleis gehoben werden Bild: dpa

Nach dem Zusammenstoß eines ICE mit einem Müllwagen im Pfälzerwald hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen. 15 Menschen waren verletzt worden, einer von ihnen schwer. Der Abschnitt der Strecke Frankfurt-Paris ist noch immer voll gesperrt.

          Nach dem ICE-Unfall bei Lambrecht in der Pfalz mit 15 Verletzten hat auch die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Es werde geprüft, ob ein gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr vorliege, sagte der Leiter der Behörde, Lothar Liebig, am Mittwoch. Dabei gehe es um die Frage, ob dem Fahrer des Müllwagens ein strafrechtlich relevanter Vorwurf zu machen sei. Am Dienstag war auf der Strecke Frankfurt-Paris ein ICE mit einem an die Gleise gerutschten Müllfahrzeug kollidiert. Bei der Kollision waren zwei Waggons entgleist, dabei wurden der Fahrer des Müllwagens schwer und 14 weitere Personen leicht verletzt. Der Schwerverletzte musste mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht werden. Unter den Verletzten befanden sich auch zwei Mitarbeiter der Deutschen Bahn sowie ein britischer Fahrgast.

          Der Streckenabschnitt bleibt weiter komplett gesperrt. Derzeit heben zwei Spezialkräne die beiden entgleisten Waggons wieder auf die Schienen. Im Laufe des Tages soll zumindest ein Gleis wieder befahrbar sein. Den ganzen Mittwoch müsse aber auf der ICE-Strecke von Frankfurt nach Paris aufgrund der Umleitung über Straßburg mit Verspätungen bis zu 40 Minuten gerechnet werden. Im Regionalverkehr stünden auf dem gesperrten Abschnitt zwischen Neustadt an der Weinstraße und Weidenthal als Ersatzverkehr Busse zur Verfügung.

          ICE nur mit 90 Stundenkilometern unterwegs

          Der Unfall ereignete sich an einer Stelle, wo parallel und oberhalb zur ICE-Strecke ein Weg verläuft. Auf diesem wollte der Mülltransporter einem anderen Fahrzeug ausweichen, geriet dabei auf eine unbefestigte Böschung, kippte um und blieb im Gleisbereich liegen. Der ICE mit rund 320 Reisenden konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in den Müllwagen. Daraufhin waren der Triebwagen des ICE und ein weiterer Wagen entgleist. Für die meisten Reisenden verlief der Unfall glimpflich, denn der Zug war aufgrund des kurvenreichen Streckenabschnitts nur mit rund 90 Stundenkilometern unterwegs.

          Die Nacht hindurch wurde an der Unfallstelle ermittelt

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