https://www.faz.net/-ijb-8znuo

Fahndung nach G-20-Krawallen : Maas bittet EU-Partner um Hilfe

  • Aktualisiert am

Randale in Hamburg: Bei der Aufklärung der Gewaltatem rund um den G-20-Gipfel in Hamburg bittet die Bundesregierung die europäischen Partner um Mithilfe. Bild: AP

Bei der Aufklärung der gewalttätigen Proteste beim G-20-Gipfel will die Bundesregierung schnelle Erfolge erzielen. Dafür sei man aber auf ausländische Partner angewiesen, erklärt Justizminister Heiko Maas.

          1 Min.

          Nach den schweren Ausschreitungen beim G-20-Gipfel hat die Bundesregierung ihre EU-Partner aufgefordert, die Fahndung nach den Tätern zu forcieren. „Viele Fotos und Videoaufnahmen werden jetzt ausgewertet, um die Täter namhaft zu machen. Dabei sind wir auch auf die Unterstützung unserer ausländischen Partner angewiesen“, schrieb Justizminister Heiko Maas (SPD) nach Informationen der Funke Mediengruppe (Dienstag) an seine europäischen Kollegen.

          Maas ersucht die EU-Justizminister dem Bericht zufolge, deutsche Rechtshilfeersuchen im Zusammenhang mit den G-20-Krawallen von den nationalen Behörden vordringlich bearbeiten zu lassen. Zugleich bitte er darum, rasch Europäische Haftbefehle zu vollstrecken, die von deutscher Seite ausgestellt würden.

          In Hamburg sitzen zurzeit 51 Verdächtige in Untersuchungshaft. Unter ihnen sind neben etlichen Deutschen auch Bürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich. Die Hamburger Polizei richtet eine Sonderkommission ein, um weitere Gewalttäter und Strippenzieher zur Rechenschaft zu ziehen.

          G-20-Video : So erlebte die Polizei die Eskalation in Hamburg

          Maas forderte in seinem Brief an die europäischen Partner eine Intensivierung der grenzüberschreitenden Kooperation. Die Zusammenarbeit solle so verbessert werde, „dass nicht beim nächsten Gipfeltreffen ein anderer Staat und eine andere Stadt von europäischen Krawalltouristen heimgesucht werden“, zitieren die Funke-Zeitungen aus dem Schreiben.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Digitalisierung aller Lebensbereiche beschleunigt sich. Das Foto zeigt einen Serverraum in einem Rechenzentrum des Internetdienstanbieters 1&1.

          Inflation : Keine Rückkehr in die alte Welt

          Die Politik muss sich darauf einstellen, dass sich wichtige wirtschaftliche Parameter nach der Pandemie verändern. Das betrifft nicht nur die Inflation.
          „Bayern“ für Deutschland. Als dieses Bild 2015 entstand, kehrte die Fregatte von einem Einsatz vor Somalia zurück

          Deutschland entsendet Fregatte : Flagge zeigen im südchinesischen Meer

          Mit einem ganzen Flottenverband kann die Deutsche Marine schon mangels Masse im Fernen Osten nicht aufwarten. Aber die Fregatte Bayern soll China wenigstens demonstrieren, dass Berlin an der Freiheit der Meere interessiert ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.