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Trump, Xi, Merkel und Co. : Das sind die Streitpunkte beim G-20-Gipfel

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In Hamburg werden die Staats- und Regierungschefs in den nächsten Tagen unweit des Hafens über die Weltwirtschaft und die Weltpolitik verhandeln. Bild: dpa

Am Freitag kommen die mächtigsten Staats- und Regierungschefs in Hamburg zusammen. Fünf Themen stehen im Mittelpunkt. Eine Übersicht.

          Die Stadt Hamburg steht Kopf. Schon seit Tagen gibt es Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten im Protestcamp auf der Halbinsel Entenwerder. Von diesem Mittwoch an plant das Bündnis „NoG20“ dann Demonstrationen in der ganzen Stadt. Knapp 20.000 Polizisten sind dafür abgestellt. Die wiederum hoffen, dass die Demonstrationen die mächtigsten Männer und Frauen der Welt gar nicht erst erreichen. Am Donnerstag landen die ersten Staats- und Regierungschefs in Hamburg, am Freitag beginnt offiziell das Gipfeltreffen auf dem Messegelände. Rund herum hat die Polizei großzügig eine Sperrzone inklusive Demonstrationsverbot errichtet.

          Oliver Kühn

          Redakteur in der Politik.

          Drinnen, auf dem Messegelände selbst, wird das Treffen zum großen diplomatischen Schaulaufen. Unter der Beobachtung von 4800 akkreditierten Journalisten im Medienzentrum werden der amerikanische Präsident Donald Trump und der russische Staatspräsident Wladimir Putin zum ersten Mal aufeinandertreffen. Andere hingegen haben sich schon beim G-7-Gipfel Ende Mai in Taormina gesehen: der französische Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May, ihr japanischer Amtskollege Shinzo Abe und die beiden Vertreter der Europäischen Union, Ratspräsident Donald Tusk und Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker zum Beispiel.

          Das Treffen in Taormina endete in einem Eklat. Denn am Ende hieß es 6:1 - Donald Trump gegen alle anderen, vor allem in Sachen Klimaschutz. Selbst Angela Merkel - sonst nicht besonders bekannt für deutliche Worte - sprach von einem „sehr unzufriedenstellenden“ Ergebnis. Die Einer-gegen-alle-Konstellation fand sich anschließend auch im Abschlusskommuniqué.

          Beim sehr viel formaleren Treffen in Hamburg wird es darum gehen, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu finden, der anschließend in einer Abschlusserklärung mündet. Die Kanzlerin dämpft die Erwartungen: „Wir kennen ja bestimmte Positionen der amerikanischen Regierung, und ich erwarte nicht, dass wegen einer zweitägigen Reise nach Hamburg diese Positionierungen ausgesetzt werden und sich im Kommuniqué plötzlich wiederfinden.“ Und dennoch: Dass der Gipfel stattfinde, sei „in einer Zeit, in der viel Sprachlosigkeit herrscht, schon ein Wert an sich“, sagte sie der „Zeit“. Die wichtigsten Themen:

          Weltwirtschaft und Handel

          Traditionell stehen Fragen des Freihandels ganz oben auf der politischen Agenda der G20. Die Länder repräsentieren rund 90 Prozent der Weltwirtschaft. Die Vereinigten Staaten haben sich in den vergangenen Monaten allerdings zunehmend isoliert mit ihrer America-First-Politik. Auch Angela Merkel hat kurz vor dem Gipfel noch einmal die amerikanische Regierung scharf kritisiert. „Während wir Möglichkeiten der Zusammenarbeit zum allseitigen Nutzen suchen, wird die Globalisierung in der amerikanischen Administration eher als ein Prozess gesehen, in dem es nicht um Win-win-Situationen, sondern um Gewinner und Verlierer geht", sagte sie der „Zeit“. Auch von China verlangt sie einen besseren Marktzugang für deutsche Unternehmen. Das Land ist der fünftgrößte deutsche Handelspartner.

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