https://www.faz.net/-gpc-8atfi

Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht ausgeliefert werden. Das tut uns leid. Interessiert Sie eine andere Geschichte von der aktuellen FAZ.NET-Homepage?

Franziskus : Papst warnt vor pauschaler Verurteilung des Islams

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus beim Rückflug nach Rom vor Journalisten. Bild: Reuters

Papst Franziskus hat während seiner Afrikareise auch in einer Moschee gebetet. Auf dem Rückflug nach Rom wendet er sich strikt dagegen, Muslime angesichts des islamistischen Terrorismus unter Generalverdacht zu stellen.

          1 Min.

          Angesichts der jüngsten Terroranschläge warnt Papst Franziskus vor einer pauschalen Verurteilung des Islams. Die Terroristen seien einfach gottlos, sagte der 78-Jährige. „Man kann eine Religion nicht für ungültig erklären, weil es einige Gruppen – oder an einem Punkt der Geschichte viele Gruppen – gibt, die Fundamentalisten sind.“ Zudem gebe es auch unter den Katholiken viele Fundamentlisten.

          Es habe in der Geschichte schon immer religiös motivierte Kriege und Konflikte gegeben, sagte Franziskus nach Abschluss seiner Afrika-Reise während des Rückflugs nach Rom. Auch Christen hätten Religionskriege geführt. „Auch wir müssen (Gott) um Vergebung bitten.“ Franziskus zitierte als unrühmliches Beispiele der Vergangenheit der Kirche etwa den Dreißigjährigen Krieg und die Bartholomäusnacht in Frankreich 1572. Es seien auch nicht Muslime gewesen, die 1527 Rom plünderten, sondern christliche Soldaten von Kaiser Karl V. „Religiöser Fundamentalismus ist nicht religiös, weil Gott darin fehlt“, sagte der Papst.

          „Die Muslime haben viele Werte; diese Werte sind konstruktiv“, sagte Franziskus weiter, etwa das Gebet und das Fasten. Er selbst habe einen muslimischen Freund. Auch sei der Islam ein guter Dialogpartner.

          Franziskus besuchte im Rahmen seiner ersten Afrika-Reise Kenia, Uganda und die Zentralafrikanische Republik. Dort besuchte er in der Hauptstadt Bangui auch eine Moschee und sprach mit dem Imam. Bei einem gemeinsamen Moment der Stille vor dem Mihrab, der Gebetsnische, habe er auch gebetet, sagte Franziskus.

          Weitere Themen

          Die Orgie geht weiter

          F.A.Z.-Newsletter : Die Orgie geht weiter

          Ursula von der Leyen sorgt heute für EU-Gesprächsstoff, Ramelow bleibt ein Rätsel, und Drosten fetzt sich mit der „Bild“-Zeitung. Alles, was wichtig wird, im F.A.Z.- Newsletter für Deutschland.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.